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Wie hilft Nasenspray bei Heuschnupfen?

Allergien sind immer unangenehm und können den Alltag erheblich einschränken. Zu den am weitesten verbreiteten Allergien gehört Heuschnupfen. Um die belastenden Symptome dieser Allergie zu lindern, greifen viele Betroffene zu Selbstmedikation. Dabei werden wegen des auftretenden Schnupfens und der Reizung der Nasenschleimhäute bei Heuschnupfen gerne Nasenspray verwendet. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass Nasenspray nicht gleich Nasenspray ist. Hier gibt es grundsätzliche Unterschiede.

Nasenspray bei Erkältungen

Allgemein kann Nasenspray bei normalem Schnupfen als Resultat einer Erkältung oder Grippe tatsächlich sehr hilfreich sein und wird auch von vielen Ärzten empfohlen. Bei Heuschnupfen handelt es sich allerdings um eine andere Symptomatik, wenngleich sie in Bezug auf den Schnupfen vorerst ähnlich erscheinen mag. Der Vorteil, den viele in der Anwendung von Erkältungs-Nasenspray bei Heuschnupfen sehen, liegt in der akuten Linderung des Schnupfens und einer in der Folge freien Nase. Allerdings sollten man ein Nasenspray, das üblicherweise bei Erkältungen eingesetzt wird, nicht unkritisch bei Heuschupfen einsetzen. Man sollte immer darauf achten, welche Nasensprays zur Symptom-Behandlung gedacht sind und welche als Antiallergikum fungieren.

Das Spray, das die Erkältungssymptome lindern soll, hat seine Wirkung im Abschwellen der Nasenschleimhäute, was zu einer freien Nase führt. Das kann im Falle eines Heuschnupfens kurzzeitig zu einem gewissen Erfolg führen. Die eigentliche Ursache des Heuschnupfens wird allerdings nicht bekämpft. Werden außerdem solche Sprays länger als eine Woche ununterbrochen eingesetzt, verlieren die Schleimhäute kurzzeitig die Fähigkeit, von selbst abzuschwellen, woraus sich die Notwendigkeit entwickelt das Spray immer öfter einzusetzen. Dieser Mechanismus kann bis zur Abhängigkeit führen.

Des Weiteren kann ein langfristiger Einsatz von Nasenspray zu Folgeerkrankungen führen. Es können krankhafte Verkrustungen und eine Schädigung der Nasenscheidewand auftreten.

Nasenspray bei Heuschnupfen

Sinnvoller ist es ein Nasenspray gegen Heuschnupfen einzusetzen, das speziell hierfür entwickelt wurde und eine effektive Behandlung des Heuschnupfens garantiert. Solche Antiallergika haben nicht die Nebenwirkungen, welche Nasensprays zur Behandlung von Erkältungs-Schnupfen besitzen können. Sie besitzen eine völlig andere Wirkmechanismus und lindern die lästigen Heuschnupfen-Syptome schnell und lang anhaltend.

Antihistaminikumhaltige Nasensprays (Inhaltsstoffe Levocabastin oder Azelastin) lindern die Symptome bereits nach 15 bis 20 Minuten und wirken über einen Zeitraum von bis zu 12 Stunden.
Nasensprays mit dem Wirkstoff Cromoglicinsäure wirken am besten, wenn sie bereits ein bis zwei Wochen vor dem Pollenflug angewendet werden. Sie stabilisieren dann die Mastzellen in der Nasenschleimhaut und die allergievermittelnden Botenstoffe können nicht freigesetzt werden.
Sollten Nasensprays aus diesen Substanzklassen keine Wirkung zeigen, kann man auch ein Nasenspray mit dem Inhaltsstoff Beclometason einsetzen. Allerdings können hier bei längerfristiger Anwendung Schäden an der Nasenschleimhaut auftreten.

Grundsätzlich sollten die Sprays daher nur während der Jahreszeit des jeweiligen Pollenflugs eingesetzt werden. Übrigens: Ein geeignetes Nasenspray gegen Heuschnupfen finden Sie hier.

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