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Welche Salbe hilft gegen Muskelschmerzen?

Wer eine Salbe gegen Muskelschmerzen sucht, kann aus einer recht großen Anzahl von Präparaten wählen. In Kategorien aufgeteilt, enthalten entsprechende Salben entweder einen Wirkstoff auf pflanzlicher Basis oder einen synthetischen Schmerzhemmer. Die Wirkung einer dritten Gruppe beruht auf einem physikalischen Effekt, regelmäßig einer Erwärmung der Schmerzstelle, die durch eine gesteigerte Durchblutung erzeugt wird. Auch kühlende Präparate fallen in diese Kategorie. Gern werden wärmende und kühlende Effekte auch mit schmerzstillenden Substanzen kombiniert.

Übliche pflanzliche Wirkstoffe

Beinwell
Beinwellextrakt ist ein Wirkstoff auf Pflanzenbasis, der in Salben gegen Muskelschmerzen zur Anwendung kommt. Besonders die Wurzel dieser bereits seit 2000 Jahren gegen Muskel- und Gelenkschmerzen eingesetzten Pflanze enthält entsprechende schmerzlindernde Bestandteile und wird daher gegen Muskelschmerzen empfohlen. In Salben werden auch weitere Teile der Pflanzen verarbeitet. Beinwellextrakt enthält Allantoin, Gerbstoffe, verschiedene Vitamine und Alkaloide. Typische Präparate sind etwa Traumaplant und Kytta Salbe.

Arnika
In der Naturheilkunde wird auch Arnika als Grundlage für eine Salbe gegen Muskelschmerzen empfohlen. Man nennt die Pflanze mit der gelblichen Blüte auch Bergwohlverleih. Arnika Extrakt wird aus einer Fülle von weiteren Bestandeilen gebildet, unter anderem Flavonoide, Helenalin- bzw. Dihydrohelenalinester und Öl sowie auch Thymol. Besonders die Helenalin- bzw. Dihydrohelenalinester werden für entsprechende entzündungshemmende Effekte der Präparate verantwortlich gemacht. Ein typisches Präparat ist die Kneipp Arnika Salbe.

„Pferdesalbe“ mit Arnika, Kampfer, Rosmarin und Menthol
Die ursprünglich für die beanspruchten Gelenke von Hochleistungsrennpferden entwickelte Mischung verschiedener Pflanzenextrakte in einer Salbe wird besonders bei Muskelschmerzen empfohlen, die auf eine Verspannung zurückgehen.

Capsaicin / Cayenne-Pfeffer
sorgt für eine starke Erwärmung und Reiz des betroffenen Gewebes.
Finalgon ist hier eine übliche Handelsmarke.

Synthetische Wirkstoffe

Diclofenac
Der Wirkstoff ist eine Arzneisubstanz aus der Gruppe der sogenannten COX-Hemmer und wird den sognannten NSAR zugerechnet. NSAR sind nichtsteroidale Antirheumatika, enthalten also kein Kortison. COX oder Cyclooxygenasen sind Enzyme, die im Körper am Entzündungs- und damit in der Folge auch am Schmerzgeschehen beteiligt sind. Diclufenac bildet auch die Grundlage entsprechender oraler Schmerzmittel. Voltaren ist eine der Markennamen, unter den Diclofenac Salben vertrieben werden. Es gibt die Diclufenac Präparate auch als Gele.

Ibuprofen
Auch Ibuprofen gehört zu den NSAR und ist ebenfalls ein COX-Hemmer. Ein typisches Präparat ist zum Beispiel Doc Ibuprofen Schmerzgel. Es eignet sich besonders für Muskelschmerzen, die auf entzündlichen Prozessen beruhen.

Salicylsäure
führt über einen Hautreiz zu einer verstärkten Durchblutung. Ein typisches Präparat ist beispielsweise Mobilat Salbe.

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