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Wann muss man mit Rückenschmerzen zum Arzt?

Fast alle Menschen machen mindestens einmal im Leben Bekanntschaft mit ihnen:
Rückenschmerzen sind ein allgegenwärtiges gesundheitliches Problem. Verschiedene Teile, beziehungsweise Bereiche der Wirbelsäule können von Rückenschmerzen betroffen sein. Es gibt akute und chronische Schmerzzustände. In der Intensität können die Schmerzzustände im Bereich des Rückens sehr stark variieren. Für den medizinischen Laien ist schwer zu entscheiden, wann er mit Rückenschmerzen unbedingt den Arzt aufsuchen sollte, und wann übliche typische Hausmittel als Behandlung ausreichen.

Fälle, die den Check beim (Fach-)Arzt fordern

Eine Reihe von Schmerzerscheinungen lässt den Arztbesuch als empfehlenswert erscheinen:

  1. Gliedmaßen wie Arme und Beine weisen gleichzeitig mit einem Rückenschmerz Taubheitsgefühle auf.
  2. Es kommt zu einer massiven Bewegungseinschränkung, bei der sich der Betroffene nicht mehr selbst aus einer Bewegungsposition lösen kann.
  3. Rückenschmerzen gehen mit Blasen- oder Darmproblemen einher.
  4. Anhaltende, intensive Schmerzen, die rezidivieren, bedürfen ebenfalls der Abklärung durch den Arzt.

Gründe für diese Empfehlungen – Ursachen für Schmerzen im Rückenbereich

Rückenschmerzen gehen auf eine Vielzahl von verschiedenen Ursachen zurück.
So plagen an sich recht harmlose Verspannungen Menschen mit Schmerzen vor allem im Halswirbelbereich. Verschleißerscheinungen sind ebenfalls typisch, genauso wie auch körperliche Überlastungen. Der Rücken wird naturheilkundlich und in traditionellen medizinischen Lehren sehr oft im Zusammenhang mit psychischen Belastungen gesehen.

Der Bandscheibenvorfall
Die Schmerzen können jedoch auch auf einen Bandscheibenvorfall zurückgehen. Unsere Bandscheiben dämpfen Stöße, die beim Gehen und bei der Bewegung allgemein auf die Wirbelsäule gerichtet entstehen. Sie bestehen aus einem gallertartigen Kern, mit Bändern und Gewebe zwischen jeweils zwei Wirbelkörper gespannt ist. Bandscheiben können sich aus ihrer ursprünglichen Position herausbewegen. Drückt in der Folge die vorstehende Bandscheibe auf umliegende Nervenfasern, kommt es zu starken Schmerzzuständen, Taubheitsgefühlen in benachbarten Gliedmaßen und auch Bewegungsunfähigkeit. Häufig verstärken sich die Symptome beim Husten oder Niesen. Sind von der Bandscheibe Nerven im Blasen- und Darmbereich betroffen, liegt eine Komplikation vor, die schnellstmöglich durch einen operativen Eingriff behoben werden muss.

Der chronifizierte Schmerz
Auch immer wiederkehrende Rückenschmerzen bedürfen der Behandlung durch den Arzt. Dieser wird versuchen, eine starke Chronifizierung des Schmerzes über das Schmerzgedächtnis des Organismus und eine folgende Aufschaukelung des Schmerzes zu vermeiden. Hieraus entstehen oft andauernde Schmerzzustände, die bis zur Erwerbsunfähigkeit Betroffener führen können und hohe Dosen an Schmerzmitteln erfordern. Die Nebenwirkungen letzterer begünstigen andere Symptome wie Magenbeschwerden, so dass sich ein Teufelskreis aus Schmerz entwickeln kann.

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