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Hustensaft für Kinder

Bei Erkältungskrankheiten gehört neben fiebersenkenden und schmerzstillenden Medikamenten ein guter Hustensaft für Kinder in jede Hausapotheke. Unterschieden werden muss zwischen Hustenlösern (Mukolytika) und Hustenstillern (Antitussiva).

Hustensaft wird von Kindern bereitwillig eingenommen. Aber er muss auch gut schmecken.

Was ist Husten überhaupt?

Husten ist keine Krankheit, sondern ein Symptom bei Erkältungskrankheiten. Durch Reizung der Atemwege in Hals und Rachen werden krampfhafte Atemausstöße hervorgerufen. Dieser Vorgang wird Husten genannt und hilft dem Körper zum Beispiel, aspirierte Fremdkörper (Brotkrümel, Nahrungsbrei) auszustoßen oder Bronchialschleim abzuhusten. Husten kann willkürlich herbeigerufen, also als physischer Vorgang bewusst gesteuert werden, oder er wird unwillkürlich durch den Hustenreiz verursacht. Husten erfüllt zwei wichtige Funktionen:

1.  Beseitigung von Fremdkörpern aus den Atemwegen
2.  Abtransport von Bronchialsschleim (Abhusten)

Hustenlöser erleichtern das Abhusten

Bei einem produktiven Husten muss dem Kind das Abhusten erleichtert werden, indem durch einen geeigneten Hustensaft der zähe, festsitzende Bronchialschleim gelöst wird. Medizinische Hustenlöser oder Schleimlöser heißen Mukolytika. Zusätzlich helfen Lutschpastillen mit antibakteriellen und beruhigenden Eigenschaften gleichzeitig auftretende Halsschmerzen zu lindern. Der Wirkstoff Ambroxolhydrochlorid hat sich bei den medizinischen Hustensäften für Kinder bewährt und kann bedenkenlos eingesetzt werden. Es stehen verschieden Geschmacksrichtungen zur Verfügung.

Hustenstiller unterdrücken den Hustenreiz

Hustenstiller für Kinder werden vor dem Schlafengehen verwendet, wenn ein quälender, trockener, unproduktiver Hustenreiz das Einschlafen und damit einen erholsamen Schlaf verhindert. Sanfte Hustenstiller auf pflanzlicher Basis (Spitzwegerich, Sonnentau oder Isländisch Moos) haben sich hierbei als Hustensaft bewährt. Die Wirkstoffe Kodein und Dextromethorphan (Antitussiva) finden sich in Hustensäften für Kinder, die ab dem 6. Lebensmonat eingesetzt werden können. Hustenstiller sollen prinzipiell nicht ohne ärztliche Rücksprache verwendet werden, da diese Medikamente die natürliche Atmung und die notwendige Reinigung von Lunge und Bronchien beeinflussen.

Hausmittel gegen Husten bei Kindern

Fenchelhonig, Zwiebelsaft und verschiedene Kräutertees helfen Kindern auf natürliche Weise und sind bei einfachen Erkältungen eine gute Alternative zu Hustensäften. Inhalieren befeuchtet die oberen Atemwege und lindert durch pflanzliche Zusätze die gereizte Mund- und Rachenschleimhaut. Ebenfalls sollen Kinder (und Erwachsene) bei Erkältungskrankheiten viel trinken. Wenn sich nach zwei Tagen der Husten nicht gebessert hat, ist der Besuch beim Kinderarzt ratsam, um weitere Maßnahmen abzuklären und eventuell geeignete Medikamente zu verordnen. Damit wird bewährleistet, dass sich ein einfacher Husten nicht zu einer chronischen Bronchitis ausweitet, die wesentlich schwieriger zu behandeln ist.

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