Archiv für den Monat: Juli 2015

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Wie entsteht Nagelpilz – und was hilft dagegen?

Nagelpilz (Nagelmykose oder Onychomykose) ist eine übertragbare Pilzerkrankung der Fuß- und Fingernägel und gehört zu den häufigsten Erkrankungen, die für eine Deformation und Verfärbung der menschlichen Nägel verantwortlich ist. Zehennägel werden viermal häufiger von Nagelpilz heimgesucht als Fingernägel.

Ursachen: Wie entsteht Nagelpilz

Nagelpilz entsteht oft als Folgeerkrankung eines nicht ausgeheilten Hautpilzes. Verantwortlich ist eine Pilzinfektion (Dermatophytose) durch Hefe- oder Fadenpilze, deren Sporen durch kleinste Verletzungen und Risse in der Haut eindringen und sich beschwerdefrei einnisten. Der Pilz liebt ein feucht-warmes Klima, deshalb sind Fußnägel besonders häufig betroffen. Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus und Immundefekte begünstigen die Ausbreitung der Nagelmykose. Die Erkrankung entsteht unabhängig vom Alter und kommt in allen Arbeits- und Lebensbereichen vor. Die Erreger lauern in Schwimmbädern, Saunen oder Umkleidekabinen und werden durch Schmierinfektion übertragen.

Etwa 70 Prozent aller Menschen macht einmal im Leben Bekanntschaft mit dem hartnäckigen Nagelpilz. Ältere Personen ab 65 Jahre sind besonders anfällig, weil die Zellregeneration mit zunehmendem Alter abnimmt und sich somit auch die Beschaffenheit der Nägel und des umliegenden Gewebes verändert. Ein geschwächtes Immunsystem, zu enge Schuhe und eine nachlässige Körperhygiene begünstigen das Eindringen der Erreger und die Ausbreitung. Eine Nagelmykose ist keine schwerwiegende Erkrankung, aber eine schwer zu behandelnde. Jüngeren Patienten möchten vor allem wegen der optischen Beeinträchtigung den Nagelpilz zügig mit geeigneten Medikamenten bekämpfen.

Nagelpilz entsteht: Die Symptome

Häufige Entzündungen der Zehen, eingewachsene Nägel, eingerissene Haut und Fußschweiß sind Warnsignale und Nährboden für Fußpilz, der umgehend behandelt werden muss. Dieser Hautpilz ist noch recht einfach in den Griff zu bekommen. Haben sich die Pilzsporen erst einmal unter dem Nagel eingenistet, dann breitet sich der Pilz sehr langsam aus und ist nur noch sehr mühsam zu beseitigen. Nagelpilzbefall wird in zwei unterschiedliche Typen klassifiziert: subunguale Infektion (von unten) und superficiale Infektion (von oben). Gelangen die Erreger unter der Nagelplatte in das Nagelgewebe, dann entstehen bräunliche Verfärbungen. Dringen die Erreger von oben in die Nagelplatte ein, dann werden eher helle Verfärbungen sichtbar.

Erste Anzeichen für einen Nagelpilzbefall sind ein oder mehrere glanzlose Nägel mit gelblichen Verfärbungen am Nagelrand. Unterhalb des Nagels weicht die Haut auf, oft entsteht eine dickliche Masse, die eine Vielzahl Sporen enthält. Im fortgeschrittenen Stadium verdickt sich die Nagelplatte und wird brüchig. Der Nagel selbst kann regelrecht zerbröseln. Unbehandelt breitet sich der Nagelpilz aus und befällt weitere, noch gesunde Fuß- oder Fingernägel. Schlussendlich, bei einer kompletten Durchwucherung und Zerstörung des Nagelbettes fällt der Nagel aus. Die Erkrankung selbst ist anfangs beschwerdefrei, kann jedoch zu schmerzhaften Komplikationen führen.

Behandlung und Vorbeugung

Damit Nagelpilz gar nicht erst entsteht, können Sie vorbeugen. Nutzen Sie Badeschuhe in öffentlichen Einrichtungen, verwenden Sie immer ein eigenes Handtuch und laufen Sie auch zu Hause im Nassbereich möglichst nicht barfuß. Vor allem, wenn bereits ein Familienmitglied an Fuß- oder Nagelpilz erkrankt ist. Hauptregel für die Vermeidung einer Pilzerkrankung: Trockenheit! Trocknen Sie sich nach dem Duschen oder Baden gründlich ab, vor allem in den Zehenzwischenräumen. Nutzen Sie hierfür ruhig einen Föhn. Vermeiden Sie feuchte Socken und zu enge Schuhe. Dennoch kann es passieren. Eine regelmäßige Fußpflege zeigt erste Anzeichen von Nagelpilz. Spülungen mit Essigwasser werden in der Naturheilkunde gegen eine weitere Ausbreitung empfohlen.

Im Anfangsstadium lässt sich die Nagelpilzinfektion einzelner Nägel noch recht gut lokal behandeln. Hierfür kommen antimykotische Salben und Nagellacke zur Anwendung, die Sie in jeder Apotheke rezeptfrei kaufen können. Rechnen Sie mit einer mehrwöchigen Anwendungsdauer. Bei einem besonders schweren, hartnäckigen Befall ist eine zusätzliche Medikation mit oralen Antimykotika vielversprechend, die jedoch vom Arzt verschrieben werden müssen. Auch eine Lasertherapie ist möglich. Scheuen Sie sich nicht, bei einem Befall mit Nagelpilz die Hilfe eines Spezialisten aufzusuchen. Ihr Hausarzt wird Sie an einen geeigneten Dermatologen überweisen.

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Welche Salbe hilft gegen Muskelschmerzen?

Wer eine Salbe gegen Muskelschmerzen sucht, kann aus einer recht großen Anzahl von Präparaten wählen. In Kategorien aufgeteilt, enthalten entsprechende Salben entweder einen Wirkstoff auf pflanzlicher Basis oder einen synthetischen Schmerzhemmer. Die Wirkung einer dritten Gruppe beruht auf einem physikalischen Effekt, regelmäßig einer Erwärmung der Schmerzstelle, die durch eine gesteigerte Durchblutung erzeugt wird. Auch kühlende Präparate fallen in diese Kategorie. Gern werden wärmende und kühlende Effekte auch mit schmerzstillenden Substanzen kombiniert.

Übliche pflanzliche Wirkstoffe

Beinwell
Beinwellextrakt ist ein Wirkstoff auf Pflanzenbasis, der in Salben gegen Muskelschmerzen zur Anwendung kommt. Besonders die Wurzel dieser bereits seit 2000 Jahren gegen Muskel- und Gelenkschmerzen eingesetzten Pflanze enthält entsprechende schmerzlindernde Bestandteile und wird daher gegen Muskelschmerzen empfohlen. In Salben werden auch weitere Teile der Pflanzen verarbeitet. Beinwellextrakt enthält Allantoin, Gerbstoffe, verschiedene Vitamine und Alkaloide. Typische Präparate sind etwa Traumaplant und Kytta Salbe.

Arnika
In der Naturheilkunde wird auch Arnika als Grundlage für eine Salbe gegen Muskelschmerzen empfohlen. Man nennt die Pflanze mit der gelblichen Blüte auch Bergwohlverleih. Arnika Extrakt wird aus einer Fülle von weiteren Bestandeilen gebildet, unter anderem Flavonoide, Helenalin- bzw. Dihydrohelenalinester und Öl sowie auch Thymol. Besonders die Helenalin- bzw. Dihydrohelenalinester werden für entsprechende entzündungshemmende Effekte der Präparate verantwortlich gemacht. Ein typisches Präparat ist die Kneipp Arnika Salbe.

„Pferdesalbe“ mit Arnika, Kampfer, Rosmarin und Menthol
Die ursprünglich für die beanspruchten Gelenke von Hochleistungsrennpferden entwickelte Mischung verschiedener Pflanzenextrakte in einer Salbe wird besonders bei Muskelschmerzen empfohlen, die auf eine Verspannung zurückgehen.

Capsaicin / Cayenne-Pfeffer
sorgt für eine starke Erwärmung und Reiz des betroffenen Gewebes.
Finalgon ist hier eine übliche Handelsmarke.

Synthetische Wirkstoffe

Diclofenac
Der Wirkstoff ist eine Arzneisubstanz aus der Gruppe der sogenannten COX-Hemmer und wird den sognannten NSAR zugerechnet. NSAR sind nichtsteroidale Antirheumatika, enthalten also kein Kortison. COX oder Cyclooxygenasen sind Enzyme, die im Körper am Entzündungs- und damit in der Folge auch am Schmerzgeschehen beteiligt sind. Diclufenac bildet auch die Grundlage entsprechender oraler Schmerzmittel. Voltaren ist eine der Markennamen, unter den Diclofenac Salben vertrieben werden. Es gibt die Diclufenac Präparate auch als Gele.

Ibuprofen
Auch Ibuprofen gehört zu den NSAR und ist ebenfalls ein COX-Hemmer. Ein typisches Präparat ist zum Beispiel Doc Ibuprofen Schmerzgel. Es eignet sich besonders für Muskelschmerzen, die auf entzündlichen Prozessen beruhen.

Salicylsäure
führt über einen Hautreiz zu einer verstärkten Durchblutung. Ein typisches Präparat ist beispielsweise Mobilat Salbe.