Archiv für den Monat: Juni 2015

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Wann muss man mit Rückenschmerzen zum Arzt?

Fast alle Menschen machen mindestens einmal im Leben Bekanntschaft mit ihnen:
Rückenschmerzen sind ein allgegenwärtiges gesundheitliches Problem. Verschiedene Teile, beziehungsweise Bereiche der Wirbelsäule können von Rückenschmerzen betroffen sein. Es gibt akute und chronische Schmerzzustände. In der Intensität können die Schmerzzustände im Bereich des Rückens sehr stark variieren. Für den medizinischen Laien ist schwer zu entscheiden, wann er mit Rückenschmerzen unbedingt den Arzt aufsuchen sollte, und wann übliche typische Hausmittel als Behandlung ausreichen.

Fälle, die den Check beim (Fach-)Arzt fordern

Eine Reihe von Schmerzerscheinungen lässt den Arztbesuch als empfehlenswert erscheinen:

  1. Gliedmaßen wie Arme und Beine weisen gleichzeitig mit einem Rückenschmerz Taubheitsgefühle auf.
  2. Es kommt zu einer massiven Bewegungseinschränkung, bei der sich der Betroffene nicht mehr selbst aus einer Bewegungsposition lösen kann.
  3. Rückenschmerzen gehen mit Blasen- oder Darmproblemen einher.
  4. Anhaltende, intensive Schmerzen, die rezidivieren, bedürfen ebenfalls der Abklärung durch den Arzt.

Gründe für diese Empfehlungen – Ursachen für Schmerzen im Rückenbereich

Rückenschmerzen gehen auf eine Vielzahl von verschiedenen Ursachen zurück.
So plagen an sich recht harmlose Verspannungen Menschen mit Schmerzen vor allem im Halswirbelbereich. Verschleißerscheinungen sind ebenfalls typisch, genauso wie auch körperliche Überlastungen. Der Rücken wird naturheilkundlich und in traditionellen medizinischen Lehren sehr oft im Zusammenhang mit psychischen Belastungen gesehen.

Der Bandscheibenvorfall
Die Schmerzen können jedoch auch auf einen Bandscheibenvorfall zurückgehen. Unsere Bandscheiben dämpfen Stöße, die beim Gehen und bei der Bewegung allgemein auf die Wirbelsäule gerichtet entstehen. Sie bestehen aus einem gallertartigen Kern, mit Bändern und Gewebe zwischen jeweils zwei Wirbelkörper gespannt ist. Bandscheiben können sich aus ihrer ursprünglichen Position herausbewegen. Drückt in der Folge die vorstehende Bandscheibe auf umliegende Nervenfasern, kommt es zu starken Schmerzzuständen, Taubheitsgefühlen in benachbarten Gliedmaßen und auch Bewegungsunfähigkeit. Häufig verstärken sich die Symptome beim Husten oder Niesen. Sind von der Bandscheibe Nerven im Blasen- und Darmbereich betroffen, liegt eine Komplikation vor, die schnellstmöglich durch einen operativen Eingriff behoben werden muss.

Der chronifizierte Schmerz
Auch immer wiederkehrende Rückenschmerzen bedürfen der Behandlung durch den Arzt. Dieser wird versuchen, eine starke Chronifizierung des Schmerzes über das Schmerzgedächtnis des Organismus und eine folgende Aufschaukelung des Schmerzes zu vermeiden. Hieraus entstehen oft andauernde Schmerzzustände, die bis zur Erwerbsunfähigkeit Betroffener führen können und hohe Dosen an Schmerzmitteln erfordern. Die Nebenwirkungen letzterer begünstigen andere Symptome wie Magenbeschwerden, so dass sich ein Teufelskreis aus Schmerz entwickeln kann.

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Wann muss man mit Hämorrhoiden zum Arzt?

Man spricht nicht gern über sie und wenn, dann verschämt: Hämorrhoiden.
Dabei sind Hämorrhoiden in ihrer gesunden Form einfach arterio-venöse Gefäßpolster im Enddarmbereich und damit normale Bestandteile des menschlichen Organismus. Gesprächsgegenstand werden sie dann, wenn sie vergrößert, beziehungsweise geweitet sind und dem Betroffenen Beschwerden bereiten. Blutungen im Analbereich, Juckreiz, Stuhlschmieren, Nässen sowie Fremdkörpergefühle gelten als typische Symptome für diese lästige Erkrankung, die erhebliche Schweregrade erreichen kann. Betroffene wissen oft nicht recht, wann sie mit ihren Beschwerden einen Arzt aufsuchen sollten, zumal sich die Symptome mit denen anderer ernster Erkrankungen überschneiden können.

Grundsätzliches zu Hämorrhoiden

Sie sind ringförmig unter dem Mastdarm angeordnet und zählen zu einem Organkomplex, der die Kontinenz des Menschen gewährleistet. Sie sind als Knoten strukturiert und führen das arterielle sowie venöse Blut in diesem Bereich. Durch abwechselnden An- und Abfluss des Blutes in diesem Bereich, in dem sie selbst abwechselnd an- und abschwellen, sind die Hämorrhoiden für den Schließmechanismus des Afters mit verantwortlich.

Erkrankungen der Hämorrhoiden – Symptomatische Hämorrhoiden

Die Schwellkörper können sich vergrößern und hervortreten. Wie es dazu kommt, ist noch nicht abschließend geklärt. Da die Beschwerden meist jenseits eines Alters von 35 Jahren auftreten, sieht man darin eine Alterserkrankung. Langes Sitzen, Übergewicht und auch ballaststoffarme Ernährung mit einhergehender Stuhlregulierungsproblematik stehen im Verdacht, das Leiden zu fördern. Bestimmte Sexualpraktiken können die empfindlichen Schwellkörper verletzten. Die Erkrankung ist unbehandelt stark progressiv, also fortschreitend und wird in 4 Stadien aufgeteilt. Im ersten Stadium kommt es zu Blutungen, der zweite ist gekennzeichnet durch Blutungen und einen Vorfall von hämorrhoidalen Schwellkörpern, die sich spontan wieder zurückzuziehen. Im dritten Stadium muss der Vorfall oder Prolaps manuell zurückgedrückt werden, was im vierten Stadium dann nicht mehr möglich ist.

Hämorrhoidalleiden gehören in die Hand des Arztes

Aufgrund des fortschreitenden Charakters des Leidens sollte der Arzt von Beginn an involviert werden. Dies umso mehr als auch andere ernste innere Erkrankungen wie Tumore mit Blut im Stuhl beginnen, so dass dringend eine klare Diagnostik erfolgen muss. Der Arzt kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und weiß auch, wann ein operativer Eingriff notwendig ist. Operative Eingriffe zu Beginn der Symptomatik können meist minimal-invasiv erfolgen. Später handelt es sich um größere Operationen mit der Gefahr von Spät- und Nebenfolgen. Spätestens im Stadium 2 ist ein Besuch beim Arzt unabdingbar und sollte nicht hinausgeschoben werden.

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Warum hat man Sodbrennen in der Schwangerschaft?

Viele Schwangere machen in der Schwangerschaft mit einer lästigen Erscheinung Bekanntschaft: Die Rede ist vom Sodbrennen, jenem dumpfen, brennenden Schmerz unter dem Brustbein. Zuweilen tritt es kombiniert mit saurem Aufstoßen auf oder führt zu einem unangenehmen Brennen im oberen Speiseröhrenbereich bis in den Halsbereich hinein. Selbst Hustenreiz kann darauf zurückgehen. Warum tritt dieses Symptom gerade in der Schwangerschaft verstärkt auf?

Grundsätzliches zum Sodbrennen

Es entsteht, wenn Magensäure aus dem Magen die Speiseröhre hinaufsteigt.
Dies passiert dann, wenn der Schließmuskel zum Magen nicht zuverlässig schließt und die Magensäure auf die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre trifft.

Kleine Verätzungen und Läsionen der Schleimhaut führen zu dem typischen brennenden Schmerz. Hustenreiz entsteht, wenn die Magensäure auch die benachbarten Atemwege reizt.

Die besondere Situation in der Schwangerschaft

Besonders in der 2. Hälfte der Schwangerschaft haben viele Mütter mit Sodbrennen zu kämpfen. Sodbrennen entsteht dabei am Ende von körperlichen und hormonellen Umstellungsvorgängen. Das Hormon Progesteron wird vom Körper der werdenden Mutter in verstärktem Maße produziert, damit sich der Uterusmuskel entspannt.

Diese Entspannung erfasst leider auch andere Schließmuskeln wie den, der den Magen von der Speiseröhre trennt. Das Hormon ist auch dafür verantwortlich, dass sich die normalerweise wellenartigen Kontraktionen im Magen verlangsamen, beziehungsweise fast aufhören. Hinzukommt, dass der wachsende Fötus immer mehr Platz im Bauchraum für sich beansprucht. In bestimmten Stellungen drückt das Baby damit auch auf den Magenbereich der Mutter und presst die Magensäure in die Speiseröhre hoch, weil der Schließmuskel für einen solchen Druck nicht gemacht ist.

Daher leiden die meisten Frauen bis zur Geburt unter dem unangenehmen Symptom.

Welche Salbe hilft gegen Phimose?

Bei der Phimose ist die Vorhaut des männlichen Penis über das Alter von 3 Jahre hinaus verengt und lässt sich nur schwer oder gar nicht über die Eichel zu ziehen. In der Folge können funktionelle und Hygieneprobleme entstehen. Neben einer operativen Beseitigung der Verengung (Beschneidung) zeitigt in leichten Fällen auch die Behandlung mit einer Salbe Erfolge.

Die Phimose – Grundsätzliches

Bis ein kleiner Junge etwa drei Jahre alt ist, bleibt die Vorhaut am Penis verklebt und damit unbeweglich. In einigen Fällen besteht diese Unbeweglichkeit der Vorhaut wegen einer Verengung über dieses Alter hinaus. Der äußere Vorhauting ist dabei zu eng, was angeboren ist. In seltenen Fällen entsteht eine Phimose im fortgeschrittenen Alter durch wiederholte Entzündungen oder Einrisse der Vorhaut. Oft besteht bei dieser sogenannten sekundären Vorhautverengung ein Zusammenhang mit Diabetes Mellitus. Als Symptome der Phimose können auftreten:

  • Probleme beim Wasserlassen
  • Häufige Harnwegsinfektionen
  • Einrisse und Spannung bei einer Erektion
  • Vorhaut- und Eichelentzündungen
  • Ablagerungen (Smegma) auf der Vorhaut aufgrund erschwerter Hygienebedingungen

Salbe bei Vorhautverengung – Erste Wahl ist Kortison

Schwere Fälle mit Vernarbungen und erschwerter Harnentleerung erfordern operative Eingriffe. Leichte Fälle sprechen hingegen oft auf eine Behandlung mit einer Salbe an, die Kortison enthält. Ziel ist es stets, die Vorhaut zu weiten. Bei der Behandlung mit Salben muss daneben nach einer gewissen Zeit des Einreibens mit dem Präparat mit vorsichtigem manuellen Dehnen der Vorhaut begonnen werden. Die Salbenbehandlung hat in leichten Fällen Erfolgsraten bis zu 75 %.
Obwohl die Phimose-Behandlung grundsätzlich in die Hand eines Arztes gehört, gibt es rezeptfreie Salben mit 0,5 prozentigem Kortison-Anteil.

Salben mit weiblichen Hormonen oder dem Hormon Testosteron

Manche Therapeuten empfehlen Salben mit geringen Mengen an Östrogen und verzeichnen damit Behandlungserfolge. Auch die Behandlung mit dem männlichen Hormon Testosteron wird teilweise empfohlen, da es dadurch zu einem relativen Größenwachstum des Penis kommt, was auch die Vorhaut weitet. Diese Salben sind verschreibungspflichtig.