Archiv für den Monat: Oktober 2014

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Welche Mittel helfen gegen Appetitlosigkeit?

Appetitlosigkeit ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Begleitsymptom, das viele Ursachen haben kann. Oftmals liegt es am Stress oder einem ungenügenden Fluss der Verdauungssäfte. Darüber hinaus können Magen-Darm-Erkrankungen, Infekte, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder andere Erkrankungen hinter einer Appetitlosigkeit stecken.

In all diesen Fällen gilt, dass Appetitlosigkeit unbedingt ärztlich abgeklärt werden muss, wenn sie länger andauert. Dies gilt erst recht, wenn sie mit weiteren Symptomen wie zum Beispiel mit Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen einher geht. Es obliegt dem Arzt, die Diagnose zu stellen und auf dieser Basis die richtigen Mittel zu finden, um die Appetitlosigkeit und die dahinter liegenden Ursachen zu beseitigen. Bei vielen Erkrankungen kommt es zu einem Gewichtsverlust. Dies muss aber nicht zwangsläufig der Fall sein. Bei einer Herzschwäche oder bei einer Unterfunktion der Schildrüse ist es durchaus möglich, dass es zu einer Gewichtszunahme kommt, obwohl eine Appetitlosigkeit vorliegt und die Nahrungsaufnahme reduziert wird.

Pflanzliche Mittel

Es gibt verschiedene pflanzliche Mittel, die Bitterstoffe enthalten. Sie sollen die Produktion von Magensaft anregen und können auch verdauungsfördernd wirken. Außerdem sind in vielen pflanzlichen Arzneimitteln ätherische Öle enthalten, die die Wirkung der pflanzlichen Mittel noch verstärken können. Hier wäre zum Beispiel an Koriander, Pfefferminz, Enzian, Löwenzahn, Teufelskralle, Wermut oder Pepsin zu denken. Aufgrund der Tatsache, dass die Bitterstoffe den Speichelfluss und die Säure im Magen anregen, wird die Gallenproduktion eingeleitet und die Fermentbildung in der Leber und in der Bauchspeicheldrüse verstärkt.

Natürliche Mittel

Der Appetit kann nicht nur durch Arzneimittel, sondern auch durch geeignete Lebensmittel angeregt werden. Getrocknete Wacholderbeeren oder ein bitterer Salat vor der Mahlzeit bewirken eine Anregung des Magensaftes und können den Appetit verbessern. Das Gleiche gilt für frischen Salat, der mit viel Schnittlauch gewürzt werden sollte. Zwischen den Mahlzeiten ist es ratsam, kleinere Apfelstücke zu sich zu nehmen. Wer es mag, kann das Essen mit Ingwer würzen, was ebenfalls den Appetit anregt. Eine appetitverstärkende Wirkung ist auch beim regelmäßigen Genuss von Kümmel- oder Scharfgarbentee zu beobachten.

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Gibt es Augentropfen ohne Konservierungsmittel?

Bei trockenen oder gereizten Augen, Glaukomen, Bindehaut- oder Hornhautentzündungen und Kontaktlinsenträgern werden oft Augentropfen verabreicht, die mithilfe eines spezifischen Wirkstoffes die entsprechenden Beschwerden lindern sollen. Allerdings schreibt die Gesetzeslage seit knapp vierzig Jahren Konservierungsmittel für Augentropfen vor, die länger als vierundzwanzig Stunden angewendet werden, da sonst Bakteriengefahr besteht. Diese Prävention von weiteren Infektionen birgt auch Nebenwirkungen mit sich, sodass Augentropfen ohne Konservierungsmittel mehr und mehr in Mode kommen.

Langzeitwirkungen von Augentropfen mit Konservierungsmitteln

Meist werden Augentropfen über einen längeren Zeitraum eingesetzt. Dieser Zeitraum kann von einer akuten 15-Tage-Behandlung bis hin zu einer täglichen Anwendung der Tropfen reichen. Insbesondere Kontaktlinsenträger und Glaukom-Patienten sollten sich daher intensiv mit den Langzeitwirkungen der Konservierungsmittel (z.B. Benzalkoniumchlorid) auseinandersetzen.
Häufig können diese die Tränenflüssigkeit verringern und somit trockene Augen hervorrufen. Des weiteren greifen die Konservierungsmittel die Oberfläche der Augen an und können zu Reizungen führen. Horn- und Schleimhäute können sogar direkt von den Giftstoffen angegriffen werden.

Sterile Verpackungen schützen vor Keimen

Die Nebenwirkungen der Konservierungsmittel können bedenklich sein und übertreffen die Vorteile einer Sterilisation nicht unbedingt. Der Grund für den Einsatz der umstrittenen Konservierungsstoffe ist der mögliche Befall der Augentropfen mit Keimen, wenn sie über einen längeren Zeitraum aus dem gleichen Behältnis angewendet werden.

Dieser Schutz lässt sich aber auch anders herstellen. Einige Anbieter stellen mittlerweile Augentropfen in getrennten, sterilisierten und gut geschützten Behältnissen her, die das Eindringen von Keimen gänzlich verhindern sollen. Einige dieser Behältnisse sind durch versilberte, antibakteriell wirkende Stahlventile geschützt. Andere fangen die Krankheitserreger durch integrierte Filter ab. Besonders empfehlenswert sind Wegwerf-Behälter, da hier durch die einmalige Benutzung kein Nährboden für die Bakterien geboten wird.

Augentropfen mit alternativen Konservierungsmitteln

Zu guter letzt werden auch alternative Konservierungsmittel in Augentropfen verarbeitet.
Zum Einsatz kommen z.B. Polyquad, das die Oberfläche weniger schädigt oder Purite, die sich bei Kontakt mit Tränenflüssigkeit oder bei Licht in unschädliche Bestandteile auflösen.

Diese alternativen Stoffe sind wesentlich ungefährlicher für das Auge und führen für Gewöhnlich auch nicht zu einer Trockenheit des Auges. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten, da nicht jeder die alternativen Konservierungsmittel verträgt und Überreaktionen nicht ausgeschlossen sind.

Der Griff zu Augentropfen ohne Konservierungsmittel

Im Endeffekt gilt für alternative genau so wie für konservative Konservierungsmittel, dass diese nicht notwendiger Weise ihrem Zweck dienen müssen. Nach umfangreichen Untersuchungen und Tests haben Forschungsinstitute bestätigen können, dass viele der konservierungsstoffhaltigen Tropfen trotz Prävention nach einigen Wochen Keime enthielten. Darum wird auch von vielen Experten empfohlen, im besten Fall Augentropfen in Einmal-Behältern zu kaufen, wenngleich das in einigen Fällen etwas teurer sein kann.