Archiv für den Monat: Juli 2014

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Sodbrennen bei Kindern – was hilft?

Sodbrennen kann tatsächlich auch bei Kindern auftreten. Für Kinder ist das meist besonders unangenehm, da deren Körper noch nicht vollständig entwickelt ist und dementsprechend stärker mit den Problemen zu kämpfen hat. Wie bei Erwachsenen auch, sollte bei Kindern auf eine entsprechende Ernährung geachtet werden. Falls bereits Sodbrennen auftritt, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, um die Schmerzen zu lindern.

Die richtige Ernährung zur Bekämpfung von Sodbrennen bei Kindern
Wenn Kinder Symptome von Sodbrennen zeigen, so ist es höchste Zeit für eine Ernährungsumstellung. Bei Erwachsenen wird Sodbrennen häufig von Nikotin, Alkohol und Kaffee ausgelöst – diese Ursachen können bei Kindern ausgeschlossen werden. Die einzige Triebfeder kann also nur eine zu fett-, zucker- und säurereiche Ernährung sein. Im Falle von Sodbrennen bei Kindern sollte vollständig auf Fast Food verzichtet werden. Auch Zitrusfrüchte und Fruchtsäfte sind in geringem Maße zu genießen. Hingegen sind basische Lebensmittel zu bevorzugen – Salat, Mandeln und Sonnenblumenkerne sind besonders geeignet. Auch auf scharfe Gewürze, wie Chili, Paprika, Curry und Pfeffer sollte verzichtet werden. Allgemein ist stark Zuckerhaltiges untersagt, Fertigprodukte sollten ebenfalls im Konsum heruntergekürzt werden.

Ein weiterer Faktor bei der richtigen Ernährung der Kinder ist die Verteilung der Mahlzeiten über den Tag. Die gewöhnlichen drei Mahlzeiten, die in Deutschland üblich sind, sollten Kindern über den Tag in kleinere Häppchen verteilt gereicht werden, da der kleine Körper mit großen Mahlzeiten leicht überfordert wird.

Akute Linderung der Beschwerden
Klagen die Kinder über starke Schmerzen, so kann es nützlich sein, akute Maßnahmen zur Linderung zu ergreifen. Solche Maßnahmen betreffen besonders die Beruhigung des Magens und den Rückfluss der Magensäure. Ein Glas lauwarmen Wassers ist höchst empfehlenswert, da es einerseits den Magen beruhigt, ihn andererseits aber auch in seiner Verdauungstätigkeit unterstützt. Sollte das warme Wasser von den Kindern nicht angenommen werden, können auch milde Kräuter-Tees wie Fenchel- oder Kamillentee probiert werden. Des Nachts sollte das Kind den Kopf leicht erhöht halten, zwei Kissen übereinander lassen die Magensäure nicht so einfach in den Hals gelangen.

Medikamente gegen Sodbrennen bei Kindern sollten nach Möglichkeit nicht eingenommen werden und nur im äußersten Notfall nach Rücksprache mit einem Arzt verabreicht werden.

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Wie neu ist das neue Aspirin?

Aspirin von Bayer ist weltweit wohl das bekannteste Schmerzmittel, wenn nicht gar das bekannteste Arzneimittel überhaupt. Seit etwa 1900 wird es verwendet und hat sich im Laufe dieser Zeit als zuverlässig wirksames und gut verträgliches Medikament einen Namen gemacht.

Das vielseitige Aspirin

Am Anfang stand nur die schmerzstillende Komponente des Wirkstoffs Acetylsalicylsäure im Vordergrund. Der große Erfolg und die weltweite Verbreitung des Medikaments führten dazu, dass Aspirin sogar als Synonym für Schmerzmittel benutzt wurde.

Begleitet wurde Aspirin über all die Jahre hinweg von zahlreichen Untersuchungen und Studien, die immer wieder neue Einsatzgebiete der Wirksubstanz hervorbrachten.
Schon bald erkannte man die fiebersenkende Komponent und Aspirin startete, besonders in den USA, seinen unnachahmlichen Aufstieg zu dem „Hausmittel“ schlechthin.

Als später die blutverdünnende Wirkung von Aspirin nachgewiesen werden konnte, erzielte es als Thrombozytenaggreationshemmer große Erfolge in der vorbeugenden Behandlung und der Nachbehandlung der Herzinfarkt-Therapie.

Die Arzneiformen von Aspirin

Aspirin zählt wohl zu den am besten untersuchten und dokumentierten Arzneimitteln unserer Zeit und die Entdeckung neuer, spektakulärer Einsatzgebiete ist wohl eher nicht mehr zu erwarten.
Trotzdem verstand es die Firma Bayer immer wieder, durch Neuentwicklung der Darreichungsformen (z.B. als Brausetablette, Kautablette oder Granulate), seine Marke patientenfreundlich weiterzuentwickeln und die Markführerschaft zu behaupten.
Wer glaubte, dass die Geschichte des Aspirin mit seinen Einsatzmöglichkeiten und der Weiterentwicklung der Darreichungen zu Ende geschrieben sei, der wird jetzt von Bayer überrascht:

„Der Klassiker „Aspirin Tabletten“ in der jetzigen Form wird verschwinden und
ab Juli 2014 durch das neue „Aspirin 500 überzogene Tabletten“ ersetzt.“

Das neue Aspirin – was ist wirklich neu?

Die neue Tablette enthält neben dem altbekannten Wirkstoff Acetylsalicylsäure zusätzlich Natriumcarbonat, das den Zerfall der Tablette, ähnlich wie bei einer Brausetablette, beschleunigen soll.

Außerdem wurden die Wirkstoffpartikel der Acetylsalicylsäure um 90 Prozent verkleinert.
Beides zusammen soll die Auflösung der Tablette im Magen um das Sechsfache beschleunigen und damit eine schnellere Freisetzung des Wirkstoffs und schnellere Aufnahme in den Blutkreislauf bewirken.

Aktuellen Studien zufolge verkürzt sich der Wirkungseintritt damit um die Hälfte gegenüber dem „alten Klassiker“. Für Schmerzleidende bedeutet das eine schnellere Linderung der Schmerzen.
Aufgrund der technischen Veränderung des Wirkstoffs soll das neue Aspirin nun auch bei Zahnschmerzen wirksam sein.

Außerdem wurde die Tablette mit einem Überzug versehen, damit sie besser geschluckt werden kann und auch die Verpackung wurde patientenfreundlicher gestaltet.

Musste das neue Aspirin „erfunden“ werden?

Aufgrund des technischen Fortschritts in der Arzneimittelherstellung ist es sicherlich sinnvoll, die bisherige Formulierung zu überarbeiten und zu modernisieren. Letzlich kommt es dem Patienten zugute, weil er bei der Schmerzbehandlung nun schneller versorgt wird.

Aber auch für den Hersteller bringt die überarbeitete Arzneiform Vorteile, denn er ist durch Nachahmer-Produkte nun weniger angreifbar und festigt somit seine Marktposition. Natürlich ist eine solche Neuentwicklung auch sehr kostenintensiv, was sich nun im neuen Endverbraucherpreis widerspiegelt.

Es bleibt abzuwarten, wie die Patienten den „neuen Klassiker“ annehmen.

FEMME - GOUTTES OPHTALMIQUES

Welche Augentropfen helfen gegen Bindehautentzündung?

Eine Bindehautentzündung ist keine seltene Erkrankung. Sie kann durch viele verschiedene Faktoren ausgelöst werden und ist selten mit Schmerzen verbunden. Dennoch kann eine Konjunktivitis Probleme verursachen und sollte daher behandelt werden. Eines der beliebtesten Mittel zur Bekämpfung der Entzündung sind Augentropfen. Diese müssen nicht die einzige Heilmethode darstellen, können jedoch in vielen Fällen die schnellste Heilung bringen.

Ursachen für eine Bindehautentzündung
Eine Konjunktivitis kann mehrere Auslöser haben. Eine der häufigsten Ursachen ist eine bakterielle Infektion. Diese ist dementsprechend auch ansteckend und sollte nach Absprache mit einem zuständigen Arzt zügig behandelt werden. Ebenso sind viral verursachte Bindehautentzündungen übertragbar. Da auch Kinder davon betroffen sein können, ist eine schnelle Heilung empfehlenswert. Weitere Gründe für eine Bindehautentzündung sind äußere Einflüsse wie beispielsweise Kleinpartikel und Staub. Allergien, die sich in der Augengegend bemerkbar machen, können ebenfalls zu einer Konjunktivitis führen.

Augentropfen zur Behandlung
Es existieren sowohl rezeptfreie als auch rezeptpflichtige Medikamente. Allerdings sollte nicht sofort zu diesen gegriffen werden – viele Bindehautentzündungen verschwinden nach einigen Tagen von selbst. Erst, wenn keine körpereigene Heilung eintritt, können Augentropfen angewendet werden. Des Weiteren kann sich hinter einer Entzündung eine Grunderkrankung verbergen, die erst durch die Konjunktivitis in Erscheinung tritt. Vor einer Behandlung sollte also in jedem Fall eine Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

In der Apotheke sind viele verschiedene Augentropfen erhältlich. Je nach Wirkstoff wird die Bindehautentzündung auf unterschiedliche Weise bekämpft. Bei bakteriellen Entzündung kann zu antibiotischen Mitteln gegriffen werden – von diesen wird im Falle einer viralen Erkrankung aber dringend abgeraten. Ist die Bindehautentzündung durch Umwelteinflüsse entstanden, kuriert sich diese meist von selbst wieder aus.

Augentropfen sind besonders effektiv, da diese direkt auf die Bindehaut wirken und daher schnell und effektiv die Bakterien bekämpfen. Die Tropfen sollten jedoch, wie alle antibiotischen Medikamente, unter keinen Umständen vorzeitig abgesetzt werden, da sich sonst Antibiotikaresistenzen entwickeln, die nicht mehr behandelbar sind. Augentropfen mit Wirkstoffen wie Carbomer oder Povidon hingegen behandeln die Bindehautentzündung auf sanftere Weise durch den Ersatz der Tränenflüssigkeit und die Befeuchtung der Bindehaut. Solche Augentropfen sollten bei bakteriellen Infekten jedoch mit Vorsicht genossen werden.

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Wie hängen Wetterfühligkeit und Kopfschmerzen zusammen?

Kopfschmerzen sind ein weit verbreitetes Problem bei vielen Deutschen. Besonders schlimm kann es für Menschen werden, die unter Wetterfühligkeit leiden. Wer merkt, dass er bei starken Temperatur- und Wetterschwankungen stärker zu Kopfschmerzen und weiteren Symptomen tendiert, sollte sich von einem Arzt untersuchen lassen. Die Anzeichen und Folgen von Wetterfühligkeit sind dabei ein wichtiges Indiz für die erfolgreiche Diagnose.

Symptome bei Wetterfühligkeit
Bei den Symptomen handelt es sich vor allen Dingen um ein allgemeines Unwohlsein. Mit inbegriffen sind Beschwerden wie Müdigkeit, Schlappheit, Deprimiertheit, Gereiztheit, Schlafstörungen und insbesondere Kopfschmerzen. Dabei sollte zwischen Fühligkeit und Empfindlichkeit unterschieden werden. Erstere zeichnet sich durch starke Beschwerden bei Wetterwechsel aus – ein Kopfschmerztagebuch mit entsprechenden Notizen zu den Wetterverhältnissen der jeweiligen Tage kann bereits viel Aufschluss geben. Die Wetterempfindlichkeit tritt bei Menschen auf, die bereits unter einer Grunderkrankung leiden. Neben rheumatischen Problemen sind besonders Migräne-Patienten von der Wetterempfindlichkeit betroffen. Auch Föhn kann in gebirgsnahen Gebieten zu einer Verschlimmerung der Kopfschmerzen, Schlafprobleme und kopfschmerzbegleitenden Übelkeit führen.

Maßnahmen gegen die Wetterfühligkeit
Um sich nicht vollständig den Launen des Wetters auszusetzen, können Maßnahmen getroffen werden, die die wetterbedingten Krankheitssymptome lindern und ihnen vorbeugen. Um den Maßnahmen folgen zu können, ist es wichtig, die Wetterfühligkeit zu verstehen. Der Körper muss sich jeden Tag an das entsprechende Wetter anpassen. Daher klagen knapp fünfzig Prozent der Deutschen darüber, von den Symptomen betroffen zu sein. In den meisten Fällen handelt es sich dabei jedoch um Wetterempfindlichkeit. Nichtsdestotrotz können die Maßnahmen zur Vorbeugung für beide Patientengruppen angewandt werden.

Einen wichtigen Teil bereitet hierbei eine „Abhärtung“ oder Gewöhnung des Körpers an unterschiedliche Wetterverhältnisse. Mediziner empfehlen, unabhängig vom Wetter täglich mindestens eine halbe Stunde draußen zu verbringen. Ein schneller Spaziergang ist dabei gesundheitlich für Migräne- und Kopfschmerzpatienten empfehlenswerter, da der Körper nicht überlastet wird. Weitere Möglichkeiten sind eine entsprechende Ernährung. Hohe Mengen an Zink, Vitamin C und Calcium stärken die Abwehrkräfte und die Knochen, sodass der Körper bei einem plötzlichen Wetterumschwung gewappnet ist. Auch ein Mangel an Tageslicht kann zu Kopfschmerzen bei Wetterveränderungen führen, weshalb ein helles Arbeitszimmer empfehlenswert ist.

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Haben Nikotinpflaster Nebenwirkungen?

Rauchen ist bekanntlich ungesund, schlägt auf den Geldbeutel und ist bei Nichtrauchern äußerst ungern gesehen. Deshalb versuchen viele Raucher, sich den Griff zur Zigarette abzugewöhnen. Das ist allerdings für viele nicht so einfach und erfordert neben Motivation auch viel Ausdauer und Disziplin. Damit die Entzugserscheinungen beim Entwöhnen nicht zu stark werden, preisen Pharma-Konzerne unterschiedliche Hilfsmittel wie Nikotinkaugummis oder Nikotinpflaster an. Besonders letztere sind recht umstritten, da diese in vielen Fällen Nebenwirkungen verursachen können.

Der Arzt rät zum Nikotinpflaster
Wenngleich die Nikotinersatztherapie von Krankenkassen nicht unterstützt wird, so empfehlen doch viele Ärzte eine Raucher-Entwöhnung über Hilfsmittel wie Pflaster, Kaugummis und Nasensprays. Das liegt allerdings hauptsächlich daran, dass solche Ersatzmittel die Motivation des Rauchers, die Zigaretten aus der Hand zu geben, stark steigern. Die Angst vor der plötzlichen Entwöhnung, das Fehlen der täglichen Dosis Nikotin, die möglichen Entzugserscheinungen – all dies lässt viele Raucher zögern. Mit Entzugsmitteln wie einem Nikotinpflaster soll die Entwöhnung Schritt für Schritt und Stückchen für Stückchen erfolgen.

Fragwürdige Nebenwirkungen
Dabei bergen solche Ersatzmittel wie die meisten pharmazeutischen Produkte auch Nebenwirkungen. Zu den nebensächlichen Problemen wie Hautjuckreiz an der Klebestelle des Pflasters, der bei knapp 10% der Patienten auftritt, kommen umstrittenere Nebenwirkungen, die nicht selten aufkommen. Zu diesen gehören Kopfschmerzen in Verbindung mit Schwindel, oft Übelkeit und sogar Erbrechen, Hautirritationen an der Klebestelle des Pflasters, allgemeines Unwohlsein und Schlappheit. Diese Nebenwirkungen treten beim Nikotinpflaster bei 1-10% der Patienten auf – keine geringe Zahl, also. Selten, bei knapp 0,1-1%, tritt sogar Herzrasen auf.

Nikotinpflaster sind nicht für jedermann geeignet
Nicht jeder Raucher sollte ohne weitere Bedenken einfach zum Nikotinpflaster greifen. Es gibt einige Herstellerangaben zu den Kriterien, die einen Raucher von der Nutzung der Pflaster ausschließen. Diese Kriterien beruhen auf wissenschaftlichen Analysen und Erfahrungsberichten und sollten daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Wer bereits unter Hauterkrankungen leidet, sollte unter keinen Umständen ein Nikotinpflaster verwenden. Ebenso sollten Menschen mit verengten Herzgefäßen, Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelschwäche von einer Anwendung absehen. Des Weiteren ist der Gebrauch bei Schwangeren untersagt, da es zu schweren Schäden am ungeborenen Kind kommen kann.
Im Allgemeinen sollte vor einer Anwendung von Nikotinpflastern unter allen Umständen eine Rücksprache mit einem Arzt erfolgen.