Archiv für den Monat: März 2014

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Gibt es sie – die Wechseljahre des Mannes?

Wenn die Hormonproduktion altersbedingt nachlässt, erleben auch viele Männer Veränderungen, die Körper und Psyche betreffen. Während die Menopause im Prinzip jede Frau trifft, treten die Wechseljahre des Mannes nur bei etwa zwölf Prozent des starken Geschlechts auf. Andropause wird der Vorgang beim Mann von den Medizinern genannt.

Wenn die Hormone beim Mann verrückt spielen
Ab dem vierzigsten Lebensjahr produziert der männliche Körper weniger Sexualhormone. Der Prozess beginnt (ähnlich wie beim Klimakterium der Frau) schleichend, jedoch ohne deutliche Symptome wie etwa das Ausbleiben der Blutung. Beim Mann wird jedoch nicht die Spermaproduktion eingestellt, lediglich die Zusammensetzung verändert sich. Der Hormonhaushalt kann aus dem Gleichgewicht geraten. Bedeutet weniger Testosteron weniger Männlichkeit? Die eigene Wahrnehmung spielt bei der Empfindung der hormonell bedingten Beschwerden eine große Rolle. Sensible Personen leiden weniger als Männer, deren Leben und Wirken auf die Attribute der Männlichkeit ausgerichtet ist. Die Betroffenen klagen über Erektionsstörungen, die Abnahme der Libido sowie über Gewichtsprobleme. Auch Muskelmasse wird schneller abgebaut. Ein rapider Rückgang des Hormons Testosteron kann sich auf die Psyche auswirken. Innere Unruhe, Antriebslosigkeit und leichte Depressionen können erste Anzeichen der Wechseljahre des Mannes sein.

Hilfe bei Wechseljahresbeschwerden des Mannes
Die Andropause trifft vom 40. bis 75. Lebensjahr jeden Mann. Eigentlich ist der stetige Rückgang der Hormonproduktion normal und muss nicht behandelt werden. Doch je eher die Wechseljahre des Mannes beginnen, als umso belastender werden die Beschwerden empfunden. Manchmal kann eine Ernährungsumstellung oder mehr körperliche Aktivität Wunder wirken. Bei starken seelischen Belastungen wird der Arzt jedoch auch beim Mann eine Hormontherapie in Betracht ziehen. Hierfür müssen zuerst die Blutwerte bestimmt werden, um den Testosteronwert zu messen. Sind Antriebsschwäche und Depressionen auf einen extrem niedrigen Testosteronspiegel zurückzuführen, bleibt eine Hormonbehandlung oft die einzige Möglichkeit, das Leben wieder lebenswert zu machen. Vorher müssen jedoch andere Ursachen wie zum Beispiel Veränderungen an der Prostata ausgeschlossen werden. Eine Psychotherapie hilft Betroffenen, ihr Selbstvertrauen zurückzuerlangen. Auch Naturheilmittel aus der Apotheke können helfen, die Beschwerden zu verringern.

Die Wechseljahre des Mannes sind keine Krankheit
Die Andropause ist ein natürlicher altersbedingter Vorgang, den manche Männer nicht akzeptieren wollen oder können. Aufgrund gesellschaftlicher Erwartungen und des steigenden Lebensalters werden körperliche und seelische Veränderungen oft mit einem Versagen der Männlichkeit gleichgesetzt. Älterwerden bedeutet jedoch nicht alt zu sein.

Erster Ansprechpartner für Wechseljahresbeschwerden des Mannes ist der Hausarzt, der im Bedarfsfall an einen Spezialisten überweist. In „Männerangelegenheiten“ kennen sich Urologen, Andrologen oder Endokrinologen aus. Bei seelischen Problemen hilft der Psychologe. Gespräche unter Gleichgesinnten beziehungsweise Leidensgenossen können die Wechseljahre des Mannes erträglich machen.

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Wie kann man eine Grippe verschleppen?

Wenn es kalt wird oder starke Wetterschwankungen auftreten, fühlen sich Grippe-Viren besonders wohl. Die typischen Anzeichen einer Grippe-Erkrankung können dann im Falle einer Infektion den Alltag bedeutend beeinträchtigen. Nicht zu verwechseln ist die Grippe jedoch mit einer Erkältung. Obgleich beide Erkrankungen von viralen Infekten bedingt auftreten, sind die Symptome nicht identisch. Ein entscheidender Unterschied ist der Auftritt der beiden Krankheiten. Während die Erkältung für die im Volksmund gebräuchliche Redewendung „3 Tage kommen – 3 Tage bleiben – 3 Tage gehen“ bekannt ist, tritt eine Grippe typischer Weise mit einem Mal auf. Der bedeutendste Unterschied zwischen Erkältung und Grippe ist jedoch, dass man eine Grippe verschleppen kann. Dies kann unter Umständen im Ernstfall zu tödlichen Folgen führen.

Grippe verschleppen – die ersten Anzeichen
Ob man eine Grippe verschleppt hat, lässt sich durch einige Symptome relativ leicht überprüfen. Erste Anzeichen sind insbesondere eine Schlappheit, die sich über Wochen oder Monate hinweg zieht, sowie ständige Anfälle leichter bis schwerer Krankheit. Ein durchgehender oder immer wiederkehrender leichter bis mäßiger Husten sowie ständiger Schnupfen sind ebenfalls Begleiterscheinungen. Besonders auffällig sind erneut auftretende plötzliche Fieberschübe, die mit starker Müdigkeit und Trägheit auftreten können.

Mögliche Folgeerkrankungen einer verschleppten Grippe
Eine verschleppte Grippe kann in einem ernstlichen gesundheitlichen Problem ausarten. Werden die Viren nicht vollständig abgetötet, können diese zur Regenerationszeit, also zu der Zeit, in der der Körper noch stark geschwächt und angreifbar ist, in unterschiedliche lebenswichtige Organe dringen. Eine bekannte Krankheit, die oft durch eine verschleppte Grippe ausgelöst wird, ist die Entzündung des Herzmuskels. Über die Blutbahn geraten die Viren zum Herz und infizieren dort den Muskel. Dadurch kann es Herzrhythmus-Störungen kommen. Bei ungewöhnlich starken Kopfschmerzen und einem steifen Nacken sollte die Möglichkeit einer Hirnhautentzündung in Betracht gezogen werden. Ein verstärkter Husten kann auf eine lebensbedrohliche Lungenentzündung hindeuten. In jedem Fall ist ein schnellstmöglicher Besuch beim Arzt unerlässlich.

Mögliche Auslöser einer verschleppten Grippe
Eine Grippe zu verschleppen ist ein kompliziertes Unterfangen, weswegen es glücklicher Weise nicht allzu oft auftritt. Grundsätzlich kann der Betroffene die Grippe verschleppen, wenn der Körper zu stark von der Erkrankung geschwächt ist und zur Regenerationszeit nicht alle Viren abtöten kann. Besondere Vorsicht ist geboten, falls direkt nach der Grippe Entzündungen auftreten. Dabei kann es sich um eine Mandel-, Lungen- oder Lymphknotenentzündung handeln. Jede Art von Entzündung ist ein Anzeichen einer verschleppten Grippe. Dieser vorzubeugen ist kaum möglich, jedoch kann eine erhöhte Vitamin- und Zinkzufuhr während der Grippe die Abwehrkräfte stärken und so den Körper insgesamt gegen eine Grippe-Verschleppung festigen.

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Was hilft gegen trockene Haut?

Trockene Haut kann viele unangenehme Folgen nach sich ziehen. Neben schlaffer Ausstrahlung und schneller Faltenbildung können auch unangenehme Strapazen und Schmerzen am gesamten Körper auftreten. Dabei kann man sich mit einigen leicht zugänglichen Mitteln behelfen. Obgleich es richtig ist, dass der Hauttyp genetisch bedingt angeboren ist, können einige Änderungen im Lebensstil sowie leichte Pflegemittel wahre Wunder wirken. Zwischen reinen Marketing-Gags und tatsächlich effektiven Cremes zu differenzieren, ist dabei nicht immer ganz einfach. Mit etwas Hintergrundwissen lässt sich jedoch auch dieses Hindernis umgehen.

Woher kommt trockene Haut?
Grundsätzlich rührt eine tendenziell trockene Haut aus mangelndem Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut. Diese Tendenz kann unterschiedliche Ursachen haben. Für gewöhnlich handelt es sich bei trockener Haut um anlagenbedingte Symptome. Doch genetisch bedingte Trockenheit ist kein Grund, den Kampf aufzugeben. Normalerweise leiden Menschen, die zu fettiger Haut neigen, nicht unter trockenen Hautschuppen, doch jemand, der biologisch bedingt sowieso bereits trockene Haut hat, sollte insbesondere auf den Umgang mit der Haut achten. Auch Alterstrockenheit und Vorstufen der Neurodermitis können zu einer trockenen, schuppigen Haut führen. Des Weiteren sind schnelle Wetterwechsel, strapazierende Kälte oder Hitze und starke Sonnenbelastung weitere Verstärker von trockener Haut.

Die besten Hausmittel
Wer an trockener Haut leidet, sollte unterschiedliche Methoden ausprobieren, da je nach Hauttyp und Ursache die Reaktionen auf die Behandlungsmethoden unterschiedlich ausfallen können. Ein wichtiger Aspekt ist der Feuchtigkeitsgehalt im Inneren des Körpers. Viel Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, ist ein wichtiger erster Schritt, um dem Körper grundsätzlich mehr Feuchtigkeit zu gewährleisten. Neben einem ausgewogenen Flüssigkeitshaushalt kann auch die Behandlung der Haut mit Olivenöl positive Auswirkungen haben. Dabei nimmt die Haut die Fette auf direktem Wege auf und trocknet wesentlich langsamer. Des Weiteren sollte auf die Qualität und Quantität der Reinigung der Haut geachtet werden. Beim Waschen wird dem Gesicht direkt Wasser zugeführt was einen osmotischen Effekt zur Folge hat, bei dem die Haut noch stärker trocknet, da dieser suggeriert wird, dass genügend Feuchtigkeit vorhanden ist. Auch die Reinigungsmittel selbst sollten sorgfältig ausgewählt werden. Milde Seifen ohne Peeling-Perlen oder Matt-Effekt sind in diesem Fall empfehlenswert.

Cremes und Kosmetik
In den Medien wird kräftig für die unterschiedlichsten Cremes geworben. Welche darunter tatsächlich für trockenere Haut geeignet sind, ist nicht immer ganz offensichtlich. Prinzipiell sollten Cremes mit hohem Fettgehalt, also Wasser-in-Öl-Emulsionen präferiert werden. Diese Cremes haben als Basis fetthaltige Stoffe und verflüssigen diese mit Wasser.

Trotz der großen Zahl an Selbstbehandlungsmöglichkeiten ist ein Gang zum Arzt nicht ausgeschlossen, zumal es sich im Ernstfall um krankheitsbedingte Symptome handeln kann.

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Wie unterscheidet man zwischen Allergie und Erkältung?

Knapp 15% der deutschen Bevölkerung leidet mittlerweile an Heuschnupfen. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich viele Betroffene Sorgen machen, sobald sich erste Anzeichen abzeichnen. Doch häufig handelt es sich lediglich um eine Erkältung. Zwischen einer Allergie und einer Verkühlung zu unterscheiden ist nicht immer einfach. Vor der Selbstdiagnose und dem Besuch beim Arzt sollte man sich zunächst mit einigen Symptomen vertraut machen.

Zeitliche Aspekte
Die Erkältung ist besonders im Winter oder bei wechselhaftem Wetter präsent. Insbesondere eventuelle Ansteckungsgefahr, von Bekannten oder Sitznachbarn ausgehend, kann ein wichtiger Anhaltspunkt für eine Erkältung sein. Während diese für gewöhnlich zwischen fünf und zehn Tagen andauert und langsam abklingt, macht sich eine Allergie eher unerwartet bemerkbar, kann über stark variierende Zeitspannen verbleiben und sich mit einem Mal verabschieden. Für gewöhnlich treten allergische Reaktionen saisonunabhängig auf, abgesehen vom Heuschnupfen, der zur Pollenhochzeit, also hauptsächlich im Frühling auftritt. Des Weiteren ist die Wahrscheinlichkeit einer Erkältung in Zeiten von Schlafmangel und erhöhtem Stressniveau größer.

Schnupfern, Husten, Halsschmerzen
Schnupfen ist ein typisches Indiz für eine Allergie. Ebenso kann es sich dabei aber auch um eine Erkältung handeln. Über das Verhalten des Schnupfens lassen sich allerdings viele Schlüsse ziehen. So tritt der Schnupfen bei einer Allergie erst bei direktem Kontakt mit Pollen auf, ist im Freien folglich besonders präsent, schwächt jedoch in einem geschlossenen Raum wieder ab. Das Nasensekret ist im Falle einer Allergie sehr klar und relativ wässrig. Der Schnupfen einer Erkältung verhält sich hingegen wesentlich penetranter; unabhängig vom Aufenthaltsort schleicht sich der Schnupfen ein, häufig in Verbindung mit Niesen, und bleibt über mehrere Tage, bis er langsam wieder abschwächt. Hier ist das Nasensekret wiederum gelblich bis grün und häufig relativ fest.

Husten kann grundsätzlich sowohl bei einer Allergie als auch bei einer Erkältung auftreten. Charakteristisch für Erkältungen ist jedoch der Halsschmerz, der bei einer allergischen Reaktion für gewöhnlich nicht auftritt. Dahingegen fühlen Allergiker ein Jucken in Rachen, Nase und Augen, was bei einer Erkältung nur sehr selten auftritt.

Fieber, Müdigkeit, Antriebslosigkeit
Das sind alles Symptome von Erkältungen. Ebenso treten sie aber auch bei Allergien auf. Zwischen der allgemeinen Abgeschlagenheit lassen sich allgemein kaum Unterschiede feststellen. Steigt das Fieber jedoch in die Höhe, handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Erkältung. Wer mehrmals versucht hat, mit Hausmitteln einer Erkältung entgegenzuwirken, dabei jedoch keinerlei Besserung bemerken konnte, sollte die Möglichkeit einer allergisch bedingten Reaktion in Betracht ziehen.

In jedem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden, der dann über Allergietests und durch die Sprechstunde schnell feststellen kann, woher die Beschwerden rühren.

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Richtig inhalieren bei Erkältung

Insbesondere während der Wintermonate und bei nasskaltem Wetter sind Erkältungen auf dem Vormarsch. Als klassische Symptome präsentieren sich in diesem Zusammenhang Husten und Schnupfen; häufig sind dabei die oberen Atemwege verstopft. Dann helfen gezielt durchgeführte Inhalationen, das festsitzende Sekret zu lösen und ein freies Durchatmen zu ermöglichen. Zu diesem Zweck stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Besonders nachhaltig wirkt die Inhalation, wenn bestimmte Inhalationslösungen zum Einsatz kommen.

Unterschiedliche Inhaliermethoden
Besonders einfach und mit wenigen Hilfsmitteln kann eine Inhalation mit einem Topf heißen Wassers durchgeführt werden. Für die Zubereitung wird ein Topf mit Wasser gefüllt. Es hat sich bewährt, zusätzlich pflanzliche Lösungen zum Inhalieren oder auch frische Pflanzen zu der Inhalationslösung hinzuzufügen. Anschließend beugt sich der Patient über den Topf, um die heißen Dämpfe aufzunehmen. Allerdings gelangen die Dämpfe bei dieser Methode auch in die Augen, so dass Reizungen die Folge sein können. Schonender präsentieren sich Dampfinhalatoren, die in der Apotheke erhältlich sind, Ein spezieller Mund-Nasen-Aufsatz sorgt dafür, dass die Schleimhäute der oberen Atemwege gezielt befeuchtet werden. Wasser und Pflanzenlösungen werden in das Innere des Inhalators gegeben und von dort aus freigesetzt, so dass die klassischen Symptome einer Erkältung gelindert werden können.

Bereitung der Inhalationslösung
Besonders effektiv wirkt eine Inhalation, wenn der Flüssigkeit diverse Pflanzenlösungen zugegeben werden. Kamilleblätter wirken beispielsweise gegen Entzündungen und lindert Schnupfen. Die wirksamen Inhaltsstoffe des Gewächses werden sowohl durch Verwendung von frischen und getrockneten Blüten als auch von entsprechenden Lösungen freigesetzt. Um festsitzenden Schleim zu lösen, der sich in den oberen Atemwegen festgesetzt hat und ein freies Durchatmen verhindert, haben sich bestimmte ätherische Öle bewährt. Zu diesem Zweck werden beispielsweise Eukalyptus, Fichtennadeln oder Latschenkiefer eingesetzt. Auch herkömmliche Kochsalzlösungen helfen, die Beschwerden zu lindern, und werden vor allem bei trockenen Nasenschleimhäuten verwendet. Die Zubereitung dieser Lösung funktioniert mit herkömmlichem Kochsalz; hiervon werden 0,9 Gramm auf 100 Milliliter abgekochtes Wasser gegeben. Die fertige Kochsalzlösung hält sich etwa einen Tag lang. Fertige Kochsalzlösungen sind außerdem in der Apotheke erhältlich. Besonders bei häufigen Beschwerden eignet sich der vorbeugende Einsatz der Kochsalzlösung.

Ob mit Kochsalzlösung, Kamilleblüten oder ätherischen Ölen – eine gezielt durchgeführte Inhalation lindert die Beschwerden einer Erkältung effektiv und sorgt dafür, dass rasch wieder ein freies Durchatmen möglich ist.