Archiv für den Monat: November 2013

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Helfen Lutschtabletten gegen Halsschmerzen?

Fast jede Erkältung beginnt mit einem unangenehmen Halskratzen oder leichten Schmerzen im Hals. Viele Betroffene greifen dann schnell zu Lutschtabletten gegen Halsschmerzen. Doch hilft dieses Medikamant wirklich? Für die Beurteilung der Wirksamkeit ist es notwendig, sich die Wirkstoffe genauer anzusehen, da nicht jede Tablette den gleichen Effekt erzielt.

Lutschtabletten gegen Halsschmerzen – unterschiedliche Kombinationen möglich
Um Erkältungsbeschwerden im Halsbereich effektiv behandeln zu können, sollten in einem ersten Schritt die Beschwerden genau betrachtet werden. Meist beginnt die Symptomatik mit einem Kratzen im Hals, das noch nicht mit akuten Schmerzen verbunden ist. Dann helfen beispielsweise Lutschtabletten, die den Wirkstoff Isländisch Moos enthalten. Diese legen sich wie ein schützender Film um die Rachenschleimhaut und lindern die lästigen Kratzgefühle. Schmerzstillende Lutschtabletten müssen in diesem Stadium nicht eingesetzt werden! In einem späteren Stadium der Erkältung treten häufig Schmerzen im Halsbereich auf. Hier helfen desinfizierende Wirkstoffe, zum Beispiel Cetrimoniumbromid, die gegen die Entzündung wirken. Gegen die Schmerzen werden zudem häufig Lokalanästhetika eingesetzt; zu dieser Wirkstoffgruppe zählen beispielsweise Benzocain oder Lidocain. In Tabletten, die den Wirkstoff Flurbiprofen enthalten, sind beide Wirkansätze miteinander kombiniert.

Lutschtabletten richtig anwenden
Damit die Tabletten richtig wirken können, muss das Medikament korrekt angewendet werden. Ungeduldige Patienten neigen dazu, die Tabletten zu zerbeißen; dann ist die Wirkung jedoch stark gemindert. In diesem Fall sollte zu Halssprays gegriffen werden, die in Sekundenschnelle aufgetragen werden können. Lutschtabletten hingegen entfalten ihre Wirkstoffe am besten, wenn diese in der Backentasche belassen oder aktiv gelutscht werden. Darüber hinaus ist auch auf eine gleichmäßige Anwendung zu achten, die sich über den ganzen Tag erstreckt. Um die Wirkung der Lutschtabletten zu verstärken, ist eine hohe Flüssigkeitszufuhr wichtig, um Keime auszuspülen. Besonders gut geeignet sind Kräutertees, die zusätzlich die Beschwerden lindern. Auch ein Halswickel aus Zitronenscheiben trägt zur Linderung der Symptomatik bei. Damit sich die Beschwerden nicht verschlimmern, sollte zusätzlich auf eine Stärkung des Immunsystems geachtet werden. Hier helfen Tabletten, die Zink und Vitamin C enthalten. Diese Mikronährstoffe können ebenfalls als Lutschtablette aufgenommen werden.

Fazit: Richtig ausgewählt und angewendet helfen Lutschtabletten gegen Halsschmerzen.
Nicht jede Halsschmerztablette ist für alle Beschwerden im Rachenraum gleich gut geeignet. Damit die Therapie erfolgreich ist, müssen die Wirkstoffe gezielt gewählt und die Tabletten korrekt angewendet werden.

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Welche Naturheilmittel helfen gegen Warzen?

Wer unter Warzen leidet, hat schon alles versucht: Beim Mondschein wegbeten, auspendeln, mit Wolfsmilch bestreichen, in Salzwasser baden oder Knoblauch darüber auspressen. Solche Zaubermittel und Naturheilmittel gegen Warzen finden Betroffene, wenn sie danach googlen. Doch was hilft wirklich gegen Warzen und wie entstehen die Hautwucherungen überhaupt?

So entstehen Warzen
Die kleinen, meist gutartigen Hautgeschwulste werden durch Humane Papillomviren (HPV) ausgelöst. Zahlreiche Unterarten sind für die verschiedenen Warzentypen verantwortlich. Wir kennen Vulgärwarzen (meist Hände), Flachwarzen (Gesicht und Oberkörper), Dornwarzen (Fußsohlen) und Genitalwarzen. Vor allem die letzten beiden Arten sind schmerzhaft, können gefährlich werden und müssen von einem Arzt behandelt werden.

Das Papillomvirus ist ansteckend. Jeder kann sich es sich im Schwimmbad oder in der Sauna „einfangen“.

Ob die Warzen auch zum Vorschein kommen hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Meist spielt die Veranlagung eine Rolle; in manchen Familien treten Warzen über Generationen hinweg gehäuft auf. Ein starkes Immunsystem schützt vor Warzen. Ein gelassener Umgang mit ihnen auch. Nachweislich verstärken Stress und das Herumdoktern an den lästigen Wucherungen die Symptome. Wer sich intensiv mit seinen Warzen befasst, kann zusehen, wie sie sich vermehren. Denn sind sie erst einmal da, bekommt man sie nur schwer wieder weg.

Sogenannte Alterswarzen sind übrigens keine echten Warzen, sondern gutartige Hautwucherungen. Sie können dennoch gefährlich werden, weil Verwechslungsgefahr besteht und man augenscheinlich nicht erkennen kann, ob sich dahinter Hautkrebs verbirgt.

Die Zeit heilt alle Warzen
Das beste Naturheilmittel gegen Warzen ist die Zeit.

Die Ansteckung lässt sich kaum vermeiden. Viren gelangen durch kleine Hautrisse in den Körper und können dort jahrelang ruhen. Erst wenn sich kleine Knötchen und warzige Verhärtungen auf der Hautoberfläche bilden, merken die Betroffenen, dass sie infiziert sind. Nicht jede Infizierung führt auch zum Ausbruch. Ein gestärktes, trainiertes Immunsystem schützt vor Warzen. Aus diesem Grund sind Kinder auch deutlich häufiger betroffen als Erwachsene, weil sich ihr Immunsystem erst im Aufbau befindet.

Auch die Psyche spielt eine große Rolle. Nur so kann erklärt werden, dass das „Besprechen“ der Warzen tatsächlich hilft und sie nach geraumer Zeit von allein verschwinden.

Wer nicht warten kann, hilft sich mit rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke, die meist auf Salicyl- und Milchsäure basieren und das verhornte Gewebe nach und nach aufweichen. Der größte Erfolg bei oberflächlichen Hautwarzen wird mit Vereisen erreicht. Hierbei wird das Epithelgewebe verödet und nach der Abheilung abgestoßen. Damit ist die Warze in der Regel verschwunden.
Sogenannte Stielwarzen (Dornwarzen) an den Fußsohlen gehen tief unter Haut, können sehr schmerzhaft sein und verschwinden selten von allein.

Hier helfen keine Naturheilmittel gegen Warzen, sondern nur der Hautarzt, der die Warze mit „Stumpf und Stiel“ operativ entfernt/ausschält.

Achtung: Unbehandelte Genitalwarzen erhöhen das Risiko, an Krebs zu erkranken. Bei Frauen ist der Virus für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich.

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Hilft Aspirin gegen Erkältung?

Aspirin ist der Markenname des acetylsalicylsäure-haltigen Medikamentes der Bayer AG. Aufgrund seines hohen Bekanntheitsgrades hat sich Aspirin als eine Art Oberbegriff für Arzneimittel mit diesem Wirkstoff eingebürgert. Deshalb wird Aspirin in Deutschland deutlich häufiger verkauft als andere Präparate mit demselben Wirkstoff. Acetylsalicylsäure (ASS) ist ein gut erforschtes Arzneimittel und findet als Schmerzstiller, Fiebersenker und Entzündungshemmer breite Anwendung. Aspirin hilft also durchaus bei Erkältungskrankheiten, sofern keine Unverträglichkeiten gegen ASS vorliegen. Ob und wie Aspirin gegen Erkältung hilft, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

Wie gut wirkt Aspirin gegen Erkältung?
Schnupfen, Husten, Heiserkeit zählen zu den grippalen Infekten und werden von einer Vielzahl von Erkältungsviren ausgelöst. Aspirin gegen Erkältung bekämpft nicht die auslösenden Viren, lindert aber die Beschwerden, sodass sich der Körper erholen und seine Selbstheilungskräfte aktivieren kann. Durch die blutverdünnenden Eigenschaften gelangen die Helferzellen (die Gesundheitspolizei des Blutes) schneller an den Ort des Geschehens und können die Viren unschädlich machen.

Bei jeder überstandenen Viruserkrankung lernt der Organismus und ist beim nächsten Virenangriff besser geschützt. Mit steigendem Lebensalter erkranken die Menschen seltener an Viruserkrankungen, ab dem 60. Lebensjahr sogar nur noch im Schnitt einmal pro Jahr.
Aspirin gegen Erkältung stärkt demnach das Immunsystem. Außerdem senkt Aspirin Fieber, lindert Schmerzen und dämpft Entzündungen. Bei länger andauernden Beschwerden muss jedoch ein Arzt aufgesucht werden, der abklärt, ob es sich bei der Erkältung nicht doch um eine gefährliche Grippe handelt.

Bei Kindern unter 12 Jahren hilft Aspirin nicht gegen Erkältung und darf nicht verabreicht werden, denn ASS kann ein sogenanntes Reye-Syndrom auslösen, das zu Hirn- und Leberschäden führt. Für Kinder ist Paracetamol das Mittel der Wahl, wenn herkömmliche Fiebersenker und Hausmittel wie Wadenwickel nicht helfen.

Aspirin gegen Erkältung ist kein Allheilmittel
Aspirin gilt als preiswertes Volksheilmittel bei Erkältungskrankheiten. Durch die relativ geringe schmerzlindernde Wirkung und die blutverdünnenden Eigenschaften hilft Acetylsalicylsäure jedoch nicht gegen alle Beschwerden, die mit einer Erkältung in Zusammenhang stehen.
Gegen hartnäckige Beschwerden wie Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit helfen vor allem natürliche Mittel und Schleimlöser auf Kräuterbasis gut. Aspirin gegen Erkältung kann ergänzend eingesetzt werden.