Archiv für den Monat: September 2013

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Gibt es wirklich Wundermittel gegen Erkältung?

Dass Kälte nicht zu einer Erkältung führt, ist inzwischen bekannt. Dennoch ist es äußerst unangenehm, wenn man sich die Krankheitserreger eingefangen hat. Schnupfen, Husten, Fieber, Frieren und Kopfschmerzen sind meist die Folge. Weil die Krankheit dem Menschen so oft begegnet, gibt es viele Hausmittel, von denen man sich Abhilfe verspricht. Allerdings sind nicht alle Tricks wirklich Wundermittel gegen Erkältung.

Schnupfen mit Hausmitteln bekämpfen
Um die verstopften Atemwege etwas frei zu bekommen, lohnt es sich, heißen Wasserdampf zu inhalieren. Dazu sollten am besten einige Kamillenblüten in eine große Schüssel gelegt und ein bis drei Liter heißes Wasser aufgegossen werden. Dann das Gesicht tief in die Schüssel tauchen, ohne dass das Wasser berührt wird. Für den intensivsten Effekt den Hinterkopf dabei mit einem dicken Tuch bedecken, sodass möglichst wenig Dampf entweicht. Den Dampf mit dem Mund ein und ausatmen.

Eine unbekanntere aber umso wirkungsvollere Methode ist die Nasenspülung. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten. Für die erste wird einfach ein kleines Wattestäbchen in verdünnten Zitronensaft, warme Milch oder Salzwasser getaucht und die Nasenhöhlen mit dem Wattestäbchen gereinigt. Für einen radikaleren Effekt kann auch lauwarmes Wasser mit einem Teelöffel Natron (erhältlich im Supermarkt in der Back-Abteilung) und einem Teelöffel Salzwasser angewendet werden. Durch die Säure im Zitronensaft und den Salz im (Natron-)Salz-Wasser-Gemisch wird der Nase überschüssiges Wasser entzogen. Die Gefahr einer Trockenheit der Naseninnenwände nach einer solchen Behandlung kann durch Mandelöl minimiert werden – einfach ein sauberes Wattestäbchen mit Mandelöl beträufeln und die Naseninnenwände damit betupfen.

Husten mit herkömmlichen Mitteln bekämpfen
Häufig gehen Schnupfen und Husten Hand in Hand. Für die Minimierung von Hustenanfällen und Reizung der Schleimhäute gibt es glücklicherweise einige Hausmittel.

Etwas seltsam mag die folgende Variante klingen, doch sie ist wirksam: einige Zwiebeln (ca. vier) in feine Ringe schneiden, in eine Schüssel geben und über Nacht neben das Bett stellen. Die in den Zwiebeln enthaltenen Sulfide hemmen die entzündungsfördernden Prostaglandine und lassen somit entzündete Schleimhäute abschwellen. Wer jedoch den Zwiebelgeruch im Zimmer nicht haben möchte, kann einfach die Ringe mit einem Teelöffel Honig und einer Tasse heißen Wassers aufgießen und den Zwiebel-Tee trinken.

Gegen die Schmerzen beim Husten helfen Kartoffeln. Zwei bis drei Kartoffeln vor dem Schlafengehen kochen und noch heiß in ein Tuch gewickelt über Nacht auf die Brust legen. Die Wärme hilft dem Körper bei der Bekämpfung der Erkältung und beruhigt die Lungengegend.
Unterschätzt wird auch die Wirkung des Arm-Bads. Einfach eine große Schüssel mit warmem Wasser füllen, die Arme für fünfzehn bis zwanzig Minuten hineinlegen und so den Körper wärmen.

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Helfen Cranberries gegen Blasenentzündung?

Es ist das altbekannte Problem der Blasenentzündung – schmerzhaftes Zwicken im Unterleib, ständiger Harndrang trotz geleerter Blase, Schmerzen beim Wasserlassen, Blut im Urin. Besonders Frauen sind aus anatomischen Gründen (verkürzte Harnröhre) häufig von den unangenehmen Tücken der Blasenentzündung betroffen.

Antibiotika bei einer Blasenentzündung
Wer häufig an einer Blasenentzündung leidet, oder die Schmerzen kaum mehr aushält, sollte schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Im Normalfall werden dann Antibiotika verschrieben, die die Bakterien innerhalb kurzer Zeit vollständig abtöten und Linderung schaffen.

Allerdings sind die Nachteile von Antibiotika nicht unwichtig und ein Grund dafür, warum der Arzt in chronischen Fällen von Antibiotika abrät. Denn Antibiotika schwächen das Immunsystem, führen nach längerer Einnahme zu Müdigkeit und Schlappheit. Außerdem können Bakterien antibiotikaresistent werden. Dabei bilden einige der Bakterien ein neues Gen aus, das die Bakterien gegen die abtötende Wirkung der Antibiotika resistent macht. Diese Bakterien können sich dann ungehindert vermehren und nicht mehr durch zusätzliche Einnahmen von Antibiotika getötet werden.

Um solche Probleme, die zugegebenermaßen bei einer Blasenentzündung nur sehr selten auftreten, zu verhindern, forschten Mediziner und Pharmakologen nach Alternativen und stießen dabei auf einen natürlichen Wirkstoff, wodurch der Einsatz von Antibiotika nur noch für den Notfall bereitgehalten werden soll.

Cranberry gegen Blasenentzündung – eine bessere Alternative?
Schon seit mehreren Jahren ist ein Lebensmittel bekannt als wirksames Mittel gegen Blasenentzündungen – die Cranberry. Die Cranberry, zu Deutsch Moosbeere oder Kranbeere, gehört zur Gattung der Heidelbeeren und ist erst seit Kurzem in Deutschland etabliert. Schon seit langer Zeit ist sie in Amerika eine beliebte Frucht in Kuchen, Keksen und Bonbons. Besonders bekannt geworden ist jedoch der Cranberry-Saft, der mit einer fruchtig-frischen Note vorzugsweise im Sommer konsumiert wird.

Nun soll eben dieser Saft im Falle eine Blasenentzündung wahre Wunder wirken. Viele Frauen haben eine ihrer Meinung nach unbestreitbare Heilwirkung der Cranberry festgestellt. Diese Behauptungen mussten natürlich sofort untersucht werden und führten zu einer großen Menge an Studien und Nachforschungen. Die Studien ergaben, dass Frauen, die Cranberry-Saft oder Cranberry-Kapseln zu sich nahmen, eine vierzig Prozent geringere Anfälligkeit auf eine Blasenentzündung aufwiesen, als Frauen, die keinen Cranberry-Saft tranken.

Im Augenblick wird vermutet, dass die Cranberry Proanthocyanidine enthält, welche der Vermehrung vom Bakterium E. coli entgegenwirkt. Inwieweit dies tatsächlich stimmt, ist noch nicht vollständig erforscht. Die Wirkung der Cranberry gegen Blasenentzündung ist jedoch unbestritten. Auch die optimale Dosierung ist unbekannt und schwankt zwischen 50ml und zwei Gläsern Saft tgl. Es ist ratsam hierzu am besten einen Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

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Fieber beim Zahnen: Was hilft?

Wenn die ersten Zähne eines Babys durchkommen, hat das Kind häufig mit unangenehmen Begleiterscheinungen zu kämpfen; neben teilweise recht starken Schmerzen können dann auch Fieberreaktionen auftreten. Zur Behandlung stehen neben schulmedizinischen Ansätzen auch alternative Heilmethoden zur Verfügung, die zu einer Absenkung der Körpertemperatur führen.

Warum fiebert das Kind beim Zahnen? – Erklärungsansätze
Wenn die ersten Zähne kommen, entsteht im Mund des Babys ein unangenehmes Druckgefühl, das häufig von starken Schmerzen begleitet wird. Nach dem endgültigen Durchbruch des Zahnes schwillt das Zahnfleisch an, was häufig an geröteten Wangen zu erkennen ist. Dann tritt oftmals auch Fieber auf, weil sich der Körper vollständig auf die bevorstehende Zahnung konzentriert, so dass das Immunsystem geschwächt ist. Diese Reaktion ist natürlich, sollte jedoch behandelt werden.

Schulmedizinische Therapie bei der Behandlung von Fieber
Die klassische Behandlung von Fieber beim Zahnen besteht in der Gabe von entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten. Dann helfen Säfte oder Zäpfchen, die Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Paracetamol enthalten. Allerdings dürfen diese Arzneien nicht gleichzeitig oder einem Kind unter drei Monaten gegeben werden. Durch die Anwendung wird die Temperatur des Kindes effektiv abgesenkt.

Fiebersenken mit Wadenwickeln
Eine sanfte Methode, um die Körpertemperatur des Babys zu senken, besteht in der Behandlung mit Wadenwickeln. Hierzu wird eine Schüssel Wasser bereitet, das etwa 5°C kälter ist als die Körpertemperatur des Kindes. In die Flüssigkeit wird ein Baumwolltuch getaucht, das anschließend gut ausgewrungen wird. Die feuchte Auflage kann jetzt faltenfrei um den Bereich zwischen Knöchel und Knieunterseite gelegt und mit einem weiteren Tuch bedeckt werden. Der Wickel verbleibt etwa 20 Minuten auf der Haut. Nach dreimaliger Wiederholung erfolgt eine Temperaturkontrolle. Ist das Fieber noch nicht gesunken, wird ein zweiter Durchgang eingeleitet.

Homöopathika gegen Fieber beim Zahnen
Auch homöopathische Arzneien können helfen, das Fieber beim Zahnen zu senken. Erfahrene Homöopathen sehen sich die Beschwerden sehr genau an und verordnen anschließend individuell eine passende Arznei. Sind beispielsweise das Zahnfleisch und die Wangen stark gerötet und angeschwollen, wird häufig das Mittel Belladonna gegeben. Unruhige Kinder, die sich nervös bewegen, bekommen hingegen Aconitum. Das Hauptmittel für zahnenede Kinder mit Fieber stellt jedoch Chamomilla dar. Der Arzneistoff ist in fast allen homöopathischen Kombinationspräparaten enthalten. Die homöopathische Arznei wird als Milchzuckerkügelchen oder aber in Zäpfchenform verabreicht.

Insgesamt stehen also zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, das Fieber eines zahnenden Kindes zu senken. Bei sehr hohen Temperaturen und anhaltenden Beschwerden muss dennoch der Kinderarzt aufgesucht werden.

Nagelpilz

Kann man Nagelpilz homöopathisch behandeln?

Nagelpilz gehört zu den weit verbreiteten Erkrankungen des Nagels. Die Symptomatik äußert sich durch gelblich bis weiß-gelbliche oder auch hellbraune Verfärbungen des Nagels. Zur Behandlung stehen neben der klassischen schulmedizinischen Behandlung auch alternative Ansätze zur Verfügung, zum Beispiel aus dem Bereich der Homöopathie. Doch kann man Nagelpilz homöopathisch behandeln?

Homöopathie – Grundlagen des Heilverfahrens
Bei der Homöopathie handelt es sich um ein alternatives Heilverfahren, das von Samuel Hahnemann entwickelt wurde und auf bestimmten Grundprinzipien beruht, wie die Heilung von Erkrankungen mit Hilfe ähnlicher Stoffe, die ebendiese Symptome hervorrufen. Allerdings werden die Arzneien stark verdünnt gegeben; die Wirkung entfaltet sich aufgrund von bestimmten Wechselwirkungen, denn chemisch sind die Wirkstoffe nicht mehr nachweisbar. Die Behandlung mit Homöopathika liefert insgesamt gute Resultate und kann daher auch bei einer Nagelpilzerkrankung versucht werden.

Therapie des Nagelpilzes – Kombination unterschiedlicher Ansätze
Um den Nagelpilz erfolgreich therapieren zu können, hat sich eine Kombination von schulmedizinischen und naturheilkundlichen Ansätzen bewährt. Sind nur sehr wenige Areale des Nagels befallen, kann auch eine alleinige Therapie mit einem Homöopathikum ausreichend sein. Bei homöopathischen Mitteln spielt das ausgesuchte Mittel eine bedeutende Rolle; die ausgesuchte Arznei wird dann dreimal täglich in Form von Milchzuckerkügelchen, Tropfen oder Tabletten verabreicht. Bleibt der Erfolg aus, handelt es sich meist um das falsche Mittel; dann kann es hilfreich sein, gemeinsam mit einem Homöopathen nach einem neuen Arzneistoff zu suchen.

Geeignete Homöopathika bei Nagelpilz
Zu den bewährten Mitteln bei Nagelpilz zählen die beiden Salze Kalium phosphoricum und Kalium chloratum. Erfahrene Homöopathen ermitteln vor Verordnung der Arznei die Modalitäten rund um die Symptomatik sowie die individuellen Eigenheiten des Patienten. So wird Kalium phosphoricum beispielsweise besonders bei nervösen und fahrigen Menschen verabreicht.

Gründliche Beobachtung des Nagels
Bei der Behandlung des Nagelpilzes sollten Betroffene bedenken, dass die Therapie recht lange gedauert. Deshalb ist – egal, welche Methode angewandt wird – Geduld gefragt. Wichtig ist auch die regelmäßige Begutachtung der erkrankten Areale; stellt sich mit der angewandten Therapie nach einiger Zeit kein oder nur ein unzureichender Erfolg ein, sollte der Behandlungsansatz unbedingt noch einmal überdacht werden. Gegebenenfalls können auch mehrere Methoden miteinander kombiniert werden. Letztlich gilt: Wenn mehr als die Hälfte des Nagels betroffen ist, gehört die Behandlung des Nagelpilzes in die Hand des Mediziners.

Fazit:
Nagelpilz kann ohne weiteres auch homöopathisch behandelt werden; bei frühen Formen kann die Therapie mit einem speziellen Homöopathikum durchaus ausreichend sein. Fortgeschrittene Erkrankungen werden in Kombination mit Antipilzmitteln für die Nägel behandelt.

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Was tun bei Appetitlosigkeit?

Das Problem eines mangelnden Appetits dürfte den meisten bekannt sein. Trotz eines Hungergefühls im Magen ist einem nicht nach Nahrungsaufnahme, und das sonst so schnell verschlungene Lieblingsessen bleibt auf dem Teller direkt vor den eigenen Augen unberührt. Für viele Betroffene stellt sich dann die Frage: was tun bei Appetitlosigkeit? Appetitlosigkeit kann viele Ursachen haben und erfordert unterschiedliche Behandlungsmethoden. Neben den häuslichen Mitteln sollte im Ernstfall sofort ein Arzt konsultiert werden.

Ursachen einer Appetitlosigkeit
Appetitlosigkeit ist meist als Symptom zu deuten. Sie kann entweder von psychischen oder von körperlichen Erkrankungen ausgehen. Nicht selten spielen dabei auch beide Faktoren zusammen. Stress, familiäre Probleme, beziehungstechnische Schwierigkeiten und persönliche Komplikationen können ebenso verantwortlich für die Appetitlosigkeit sein, wie eine Magen-Darm-Erkrankung, eine Lebensmittelvergiftung, eine bestimmte Nahrungsmittelunverträglichkeit, eine chronische Darm- oder Magenschleimhautentzündung sowie Herzerkrankungen, Diabetes mellitus, ein erhöhter regelmäßiger Alkoholkonsum oder eine Nierenschwäche. Auch die Appetitlosigkeit infolge medikamentöser Nebenwirkungen ist verbreitet.

Behandlungsmethoden – was tun bei Appetitlosigkeit?
Ist die Appetitlosigkeit chronisch und erschwert die Bewältigung des Alltags, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Dieser untersucht den Patienten auf mögliche Grunderkrankungen oder Medikamentenunverträglichkeiten sowie Lebensmittelallergien. Wird eine Grunderkrankung als Ursache der Appetitlosigkeit festgestellt, sollte mit erfolgreicher Behandlung der Krankheit auch der Appetit wieder zurückkommen. Im Falle einer Medikamentenunverträglichkeit ist eine Medikationsumstellung empfehlenswert. Am komplexesten ist die Unterdrückung des Appetits aufgrund einer Lebensmittelallergie, denn in diesem Fall muss die gesamte Ernährung auf unbestimmte Zeit, meist für den Rest des Lebens, umgestellt werden. Glücklicherweise gibt es für mehrere Lebensmittelallergien auch medikamentöse Unterstützung, sodass jemand mit Laktose-Unverträglichkeit nach Einnahme von Laktase-Tabletten weiterhin Milchprodukte zu sich nehmen kann.

Gibt der Arzt jedoch Entwarnung und kann keine körperlichen Ursachen feststellen, liegt die Appetitlosigkeit höchstwahrscheinlich im psychischen Bereich begründet. In einem solchen Fall sollte in erster Linie das Problem selbst beseitigt werden. Aber auch eine Ernährungsumstellung kann helfen.

Ein bekanntes Hausmittel zur Anregung des Appetits ist Senf. Wer ab und an über den Tag verteilt ein paar Teelöffel Senf zu sich nimmt, verspürt einen verstärkten Appetit. Dieselbe Wirkung erzielen die Allheilmittel Zimt und Ingwer. Im Löwenzahntee können sie wahre Wunder vollbringen. Auch Schnittlauch auf dem Brot oder im Salat kann appetitanregend wirken. Übrigens gilt die Regel: alles, was bitter ist, regt den Appetit an. Vom Alkohol ist generell abzuraten. Wer sich an einer Schüssler-Salz Therapie versuchen möchte, sollte auf das Salz Nr. 22 zurückgreifen.

Schließlich bleibt noch der Versuch, den Tagesablauf an einigen Stellen zu verändern. Ein täglicher halb- bis ganzstündiger Spaziergang an der frischen Luft verbrennt Energie und wirkt appetitanregend.