Archiv für den Monat: August 2013

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Wie kann man den Cholesterinspiegel senken?

Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann schwerwiegende Folgen haben, die Probleme reichen von Arteriosklerose über Blutgerinnsel zu Herz-Kreislauferkrankungen. Besonders in der heutigen Zeit ist das Thema aktuell, da aufgrund der modernen, fettreichen Ernährung große Mengen an Cholesterin aufgenommen werden, die der Körper nicht mehr vernünftig verarbeiten kann. Deswegen ist es besonders wichtig, einem Überschuss an Cholesterin vorzubeugen und einen erhöhten Cholesterinwert zu senken.

Ursachen und Symptome
Grund für einen ungesund hohen Cholesterinspiegel ist meist eine falsche Ernährung. Eine fettreiche Ernährung sowie übermäßiger Alkoholkonsum, Übergewicht und Mangel an sportlicher Aktivität sind die häufigsten Ursachen für einen erhöhten Cholesterinwert. Aber auch Grunderkrankungen wie die Hypercholesterinämie, eine Krankheit, bei der der Patient die von Geburt mit einem erhöhten Cholesterinwert zu kämpfen hat, sowie eine Schilddrüsen-Unterfunktion, Diabetes oder Bluthochdruck begünstigen erhöhte Cholesterinwerte. Besonders ausschlaggebend ist die Bedeutung von Nieren-, Leber und Gallenerkrankungen, da diese Organe u.a. den Cholesterinspiegel regulieren. Vorsicht wird auch geboten bei der Einnahme von Medikamenten, wie Cortisol, hormonellen Medikamenten sowie Medikamenten zur Entwässerung.

Erst bei einem langfristig erhöhten Cholesterinspiegel treten Symptome auf; eine eingeschränkte Belastbarkeit, Atemnot und Herzprobleme sind deutliche Warnzeichen, die nicht ignoriert werden dürfen.

Was senkt den Cholesterinspiegel?
Wenn bei dem Patienten ein erhöhter Cholesterinspiegel festgestellt wird, ist normalerweise eine Ernährungsumstellung notwendig. Da eine große Menge an Fettzufuhr der Hauptauslöser für zu hohe Cholesterinwerte ist, gilt es vor allen Dingen, weniger Fett über die Nahrung aufzunehmen. Allerdings muss nicht die gesamte Fettaufnahme eingestellt werden, lediglich die gesättigten Fettsäuren sollten durch ungesättigte Fettsäuren ersetzt werden. Dafür eignen sich pflanzliche Fette wie Rapsöl, Olivenöl, Wallnussöl oder Sojaöl – Palmöl jedoch enthält viele gesättigte Fettsäuren, weswegen von sämtlichen Lebensmitteln mit Palmöl abgeraten wird.

Besonders hilfreich ist der gezielte Verzehr von Nüssen. Laut Studien sinkt der Cholesterinspiegel bei einer Tageszufuhr von 67g Nüssen um etwa sieben Prozent. Die Ursache ist noch nicht ganz klar, Wissenschaftler vermuten, dass Nüsse die Cholesterinaufnahme verhindern.

Nicht zu vernachlässigen ist eine ausgewogene Ballaststoffzufuhr von 25-30 Gramm am Tag. Die Ballaststoffe binden im Körper das Cholesterin und reduzieren so die Fettaufnahme. Ballaststoffe sind vorwiegend in Vollkornprodukten, in den meisten Früchten sowie in Gemüse und Hülsenfrüchten zu finden.

Entsprechende Tipps zu einer cholesterinsenkenden Ernährung finden Sie hier.

Beim Senken des Cholesterinspiegels ist zu beachten, dass nur der LDL-Cholesterinwert niedrig gehalten werden sollte. LDL-Cholesterin kann sich nämlich an Gefäßwänden absetzen und Krankheiten verursachen. Das HDL-Cholesterin hingegen unterstützt den Abbau von Cholesterin und sollte deswegen in größeren Mengen aufgenommen werden. Dafür eignen sich komplexe Kohlenhydrate, wie sie bspw. in Vollkornprodukten vorkommen.

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Cholesterinspiegel – welche Werte sind normal?

Cholesterin – schon der Name allein löst bei vielen Angst und Schrecken aus. Seit Jahren schon wird vor erhöhten Cholesterinwerten gewarnt, viele Leute müssen aufgrund des Cholesterinspiegels ihre Ernährung vollständig umstellen. Häufig unbekannt sind jedoch die Wirkungsweisen des Cholesterins – und die richtigen, gesunden Werte im Körper.

Cholesterin, Cholesterol
Cholesterin, auch Cholesterol genannt, ist ein fettähnlicher Naturstoff, der in allen tierischen Zellen vorkommt. Für gewöhnlich regelt der Körper den Cholesterin-Haushalt selbst. Überschüssiges Cholesterin wird normalerweise ausgeschieden. Problematisch wird es jedoch, wenn dem Körper von außen zu viel Cholesterin zugeführt wird, was aufgrund der heutigen Ernährung häufig vorkommt. Um mit dem überschüssigen Cholesterin klarzukommen, wird die Menge, die nicht ausgeschieden werden kann, in die Blutgefäßinnenwände eingelagert. Die daraus folgende Arteriosklerose führt zur Ausbildung von Blutgerinnseln, die wiederum Herzkreislauferkrankungen hervorrufen.

LDL- und HDL-Cholesterin
Um die richtigen Cholesterinwerte Normalwerte zu verstehen, ist es zunächst einmal von Bedeutung, den Unterschied zwischen LDL- und HDL-Cholesterin zu kennen. LDL steht für Low Density Lipoprotein, HDL äquivalent für High Density Lipoprotein. Lipoproteine sind Fett-Eiweiß-Verbindungen, die das Cholesterin von der Leber in die Gewebe und zurück transportieren. Beide Cholesterinarten sind Trägerstoffe für Fettsäuren im Blut, allerdings erfüllen sie dennoch unterschiedliche Aufgaben im Körper.

Das LDL-Cholesterin transportiert bei einem Überschuss große Mengen an Cholesterin aus der Leber in das Gewebe. Ist dort kein Platz mehr vorhanden, wird der Rest in die Gefäßwände abgelagert, was zu einer Arteriosklerose führt.

Das HDL-Cholesterin hingegen transportiert das Cholesterin aus den Geweben in die Leber und ist somit in größeren Mengen vorteilhaft für die Gesundheit.

Die richtigen Cholesterinwerte Normalwerte
Bei der Bestimmung der gesunden Cholesterinwerte werden sowohl LDL- als auch HDL-Cholesterin in den Gesamtcholesterinspiegel mit einberechnet. Aufgrund der Funktionsweisen von LDL- und HDL-Cholesterin gilt die Faustregel: je weniger LDL- und je mehr HDL-Cholesterin, umso besser. Ganz so simpel stellt sich die Berechnung jedoch nicht dar. Als gesund gelten Werte unter 160mg LDL-Cholesterin in einem Deziliter Blut, zusammen mit über 40mg/dl HDL-Cholesterin. Insgesamt sollte der Cholesterinspiegel also unter 200mg/dl bleiben.

Allerdings ist die Bezeichnung „Normalwerte“ nur sehr ungenau und muss für jeden Patienten einzeln definiert werden. So spielen weitere Risikofaktoren, wie bspw. Herzkreislauferkrankungen, Rauchen, Diabetes oder Übergewicht, sowie Grunderkrankungen eine wichtige Rolle für die Berechnung des erstrebenswerten Cholesterinspiegels.

Generell sollte der LDL-Cholesterinspiegel bei einem Patienten mit einer Grunderkrankung unter 100mg/dl liegen, bei jemandem, der mit anderen Risikofaktoren zu kämpfen hat, sollten die LDL-Werte 130mg/dl nicht übersteigen. Für eine sichere und fehlerfreie Analyse ist der Besuch bei einem Arzt dringend zu empfehlen.

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Cola bei Durchfall – ein sinnvolles Hausmittel?

Ein Grummeln im Magen, ein unangenehmes Gefühl und dann der Gang zur Toilette; jeder kennt es, niemand will es, die Rede ist vom Durchfall. Dieser kann viele Ursachen haben, das falsche Essen kann ebenso schuld sein, wie eine Infektion. Dabei greifen viele gerne auf ihre altbewährten Hausmittel zurück, um den Durchfall zu bändigen und die Schmerzen zu lindern. Besonders bekannt ist der Mythos von der Cola, die beim Durchfall angeblich wahre Wunder vollbringen soll.

Doch wie viel ist dran an der Legende?

Cola für die Salzaufnahme
Das größte Problem beim Durchfall ist der Verlust einer großen Menge an körpereigenen Salzen. Das Salz ist lebenswichtig für den Körper, und dieser kann bei einem ungesunden Mangel schlimme Folgen nach sich ziehen, wie Organschäden und Bewusstlosigkeit. Besonders aufpassen sollte man in dieser Hinsicht bei empfindlicheren Menschen wie Kindern und älteren Leuten, deren Körper mit einem Ungleichgewicht des Salzhaushaltes nicht besonders gut zurechtkommen.

Hier kommt die Cola ins Spiel. Diese wird gerne in Verbindung mit Salzstangen empfohlen – aus gutem Grund. Denn Cola enthält eine große Menge an Zucker, von der eigentlich abgeraten wird. Nun soll aber gerade dieser Zucker von Vorteil sein, wenn man unter Durchfall leidet. Denn der Zucker erleichtert eine Salzaufnahme und soll so einem Salzmangel vorbeugen. Um diesen Effekt bestmöglich auszunutzen, sollten nach der Einnahme von Cola umgehend größere Mengen an Salz aufgenommen werden, wofür sich Salzstange besonders gut eignen.

Allerdings ist die beschriebene Theorie bereits etwas älter und inzwischen überholt. Denn die erleichterte Salzaufnahme ist nicht die einzige Wirkungsweise der Cola.

Cola wirkt abführend
Das Problem der Behandlungsmethode, Cola bei Durchfall einzusetzen, ist ein ganz anderes. Zucker bindet Wasser. Dabei steigt die Menge proportional an: je mehr Zucker in den Magen und den Darm gelangt, umso mehr Wasser wird gebunden. Dieses Wasser wird dann über den Darm ausgeschieden. Somit entzieht jedes stark zuckerhaltige Lebensmittel dem Körper das lebensnotwendige Wasser. Dieser Effekt sollte bei einer Durchfallerkrankung tunlichst vermieden werden, da der Flüssigkeitsverlust allein durch den Durchfall schon gefährlich genug für den Betroffenen werden kann.

Aus diesem Grund raten Mediziner und Experten nicht nur von Cola, sondern generell von stark zuckerhaltigen Getränken und Lebensmitteln ab. Auch die Aufnahme von Fruchtsäften oder süßen Speisen sollte vermieden werden.

Eine weitere Behauptung, die den Einsatz von Cola bei Durchfall rechtfertigen soll, ist der Mythos, die in der Cola enthaltene aggressive Phosphorsäure könnte die Bakterien im Darm abtöten und somit Linderung schaffen. Allerdings ist dies nicht richtig.

Es gilt ein für alle Mal: keine Cola bei Durchfall.

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Tageslinsen oder Monatslinsen – was ist wann sinnvoll?

Viele Kurz- und Weitsichtige tragen sie entweder schon, oder spielen zumindest mit dem Gedanken, sie auszuprobieren: Kontaktlinsen. Kontaktlinsen bieten der Brille gegenüber wesentliche Vorzüge; aber welcher Kontaktlinsentyp besser ist, ist für viele unklar. Am häufigsten wird die Frage gestellt, ob man sich für Tageslinsen oder Monatslinsen entscheiden soll.

Tageslinsen…
Die Tageslinsen sind simpel in Handhabung, Anwendung und Anpassung. Da es sich um Wegwerflinsen handelt, die nach einmaligem Tragen wortwörtlich einfach weggeworfen werden, erfordern sie keinerlei Pflege und auch der Verlust einer Kontaktlinse ist nicht sonderlich dramatisch. Besonders für den vereinzelten Gebrauch zu festlichen Anlässen oder Abendveranstaltungen soll die Tageslinse als Alternative zur Brille dienen. Da die Linsen für einen einmaligen Gebrauch gedacht sind, ist ihre Konsistenz weich und dünn, sodass sie angenehm auf dem Auge aufliegen soll.

Probleme verursacht jedoch der Charakter der Massenware; da die Tageslinsen in großen Mengen für einen einmaligen Zweck hergestellt werden, können sie dem individuellen Auge nicht angepasst werden. Vielen Studien zufolge verursachte diese Tatsache bei den meisten Testpersonen allgemeines Unwohlsein, die Linse passte nicht auf das Auge und verrutschte ab und an.

…oder Monatslinsen
Die Monatslinsen sind für den regelmäßigen Gebrauch gedacht. Da sie meist täglich benutzt werden, müssen sie für gewöhnlich individuell in Form und Dicke angepasst werden. Dies führt zu einem dauerhaft größeren Tragekomfort und wird von den meisten Augenärzten für den regelmäßigen Gebrauch empfohlen. Allerdings müssen Monatslinsen ebenso regelmäßig gereinigt werden. Außerdem sind die Langzeitlinsen verhältnismäßig kostenaufwändig, wodurch sie sich nur in täglichem Einsatz rentieren und sich ein Verlust der Linse auch als finanzieller Verlust darstellt.

Tages- und Monatslinsen im Vergleich
Wer sich also noch immer nicht entscheiden kann, ob für ihn Tageslinsen oder Monatslinsen infrage kommen, sollte sich noch einmal vor Augen führen, wie individuell sich diese Entscheidung gestaltet.

Tageslinsen empfehlen sich vorwiegend für den vereinzelten Gebrauch, auf die Dauer können sie für den Träger sehr unangenehm werden – hier sind Monatslinsen geeigneter. Vorteile der Tageslinsen bestehen jedenfalls in der einfachen Handhabung, da sie keinerlei Pflege erfordern; sie kommen aus dem Plastikbehälter direkt ins Auge und in die Mülltonne. Besonders gut eignet sich die Tageslinse deswegen auch für leichten Sport, da es hier öfters zum Verlust der Linse kommt. Im Netz finden sich viele Online-Shops, die Großpackungen liefern und so den Erwerb der Tageslinsen vereinfachen. Für Leistungssportler ist von Tageslinsen jedoch abzuraten, da die Augen beim Leistungssport zu Trockenheit neigen und unter der Linse aufgrund ihrer geringen Luftdurchlässigkeit nur erschwert an Feuchtigkeit gewinnen können. Generell wird für den regelmäßigen Gebrauch zu Monatslinsen geraten, nicht zuletzt, da sie sich insgesamt als kostengünstiger herausstellen.

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Hilft Milchzucker gegen Verstopfung?

Verstopfungen sind etwas ausgesprochen Unangenehmes. Es gibt viele Medikamente, die bei einer Verstopfung helfen sollen. Schon seit Jahren hat sich allerdings ein neues Gerücht verbreitet, das seit seinem ersten Auftreten kontrovers diskutiert wird.

Die Ursachen einer Verstopfung
Wer über Verstopfungen klagt, hat es meist mit einer falschen Lebensmittelaufnahme zu tun. Verstopfung entsteht nämlich meist aufgrund einer Darmträgheit, die wiederum von ballastoff-armer und energiereicher Ernährung hervorgerufen wird. Ein Mangel an Vollwertprodukten ist ebenfalls verstopfungsfördernd.

Milchzucker gegen Verstopfung
Seit geraumer Zeit behaupten einige Wissenschaftler, dass Laktose gegen Verstopfung helfen könne.

Das Phänomen der Laktose-Intoleranz ist allgemein bekannt und gehäuft in den ostasiatischen Ländern anzutreffen, da sich nach wissenschaftlichen Forschungen herausgestellt hat, dass viele Asiaten ein Laktose-Intoleranz Gen in sich tragen. Menschen, die unter Milchzucker-Unverträglichkeit leiden, klagen nach Aufnahme von Laktose über starke Blähungen und Durchfall. Dies hat mit den Auswirkungen der Laktose auf das Verdauungssystem zu tun.
Obgleich die Vorgänge, die im Falle einer Laktose-Intoleranz im Verdauungssystem zum Durchfall führen, nicht mit den vermuteten Wirkungsweisen gegen Verstopfung gleichzusetzen sind, ist doch eine wichtige Eigenschaft des Milchzuckers verantwortlich für die Spekulationen.

Die Laktose regt nämlich die Verdauung an, und aus diesem Wissen schließen einige Wissenschaftler, dass die Laktose folglich gegen die Verstopfung eingenommen werden kann. Der Milchzucker wirkt abführend und unterstützt die Calcium-Aufnahme im Darm, so die Theorie. Diese Vermutungen sind zwar wissenschaftlich bestätigt, dennoch wird eine Behandlung der Verstopfung mithilfe von Laktose von einigen Medizinern nicht als richtig anerkannt.

Trotzdem hat es in den letzten Jahren eine große Anzahl an Berichten gegeben, nach denen der Milchzucker tatsächlich die Verstopfung heilen soll. Die empfohlene Dosis liegt bei ca. 3 Esslöffeln Milchzucker am Tag. Der Milchzucker hat einen leicht süßlichen Geschmack und lässt sich am besten in Joghurt oder süße Getränke unterrühren.

Interessanterweise enthalten viele apothekenpflichtige Medikamente gegen Verstopfung große Mengen an Laktose. Es wurden bisher keine Schäden durch eine Behandlung mit Milchzucker festgestellt. Besonders empfehlenswert ist die Behandlung mit Laktose bei Säuglingen, da diese noch keine Laktose-Intoleranz entwickelt haben.