Archiv für den Monat: Mai 2013

parkinson

Paprika gegen Parkinson

Die sogenannte Schüttellähmung, besser bekannt als Parkinson, betrifft inzwischen etwa ein Prozent der deutschen Bevölkerung. Eine Heilung gegen die Krankheit gibt es nicht.
Jetzt haben Forscher in den USA einen Weg gefunden, einer Erkrankung vorzubeugen.

Parkinson als Volkskrankheit
Aufgrund der steigenden Lebenserwartung und dem demographischen Wandel droht Parkinson in Deutschland zu einer Volkskrankheit zu werden.
Bei der Schüttellähmung handelt es sich um eine neurodegenerative Gehirnerkrankung, wobei Dopamin produzierende Hirnzellen absterben. Dopamin ist ein wichtiger Neurotransmitter, der auch als Glückshormon bezeichnet wird. Essentiell ist dieser Neurotransmitter für die Motivation und Antriebssteigerung verantwortlich.
Ein Mangel von Dopamin führt zu den typischen Symptomen der Parkinson-Krankheit, wie Muskelstarre, Lähmungen, verlangsamte Bewegungsabläufe, Muskelzittern, instabile und gebeugte Körperhaltung, kleinere Schritte beim Gehen, Händezittern und Kopfschütteln, sowie (im späteren Stadium) Verlust der Fähigkeit des Aufstehens.
Es gibt augenblicklich keine Heilung der Krankheit, mit medikamentösen Behandlungen kann die Krankheit anfänglich gezügelt werden.

Nikotin als Vorbeugung gegen Parkinson
Schon seit einiger Zeit wird vermutet, dass Nikotin vorbeugend das Parkinson-Risiko senkt. Diese These beruht auf mehreren Studien, die zeigen, dass Raucher ein geringeres Risiko haben an Parkinson zu erkranken. Der vorbeugende Effekt trat sogar bei Passivrauchern auf, was darauf schließen lässt, dass bereits geringe Mengen an Nikotin schützen.
Allerdings versteht es sich wohl von selbst, dass das Rauchen keine gute Vorbeugung ist, da das Risiko für Krebserkrankungen, wie z.B. Herzinfarkte, Sehstörungen, Schlaganfälle, Asthma und noch viele weitere Krankheiten überwiegt.

Paprika gegen Parkinson
Eine gesunde und effiziente Alternative haben Forscher in den USA kürzlich bekanntgegeben. In dem Fachblatt „Annals of Neurology“ wurde jetzt eine Studie der University of Washington in Seattle veröffentlicht. An dieser Studie nahmen 490 Parkinson-Kranke und 644 neurologisch gesunde Menschen teil.
Jeder Teilnehmer wurde dazu aufgefordert, ausführlich und genau Auskunft über seine Essgewohnheiten und seinen durchschnittlichen Tabakkonsum zu geben. Der Verdacht, dass das Rauchen vor einer Erkrankung schützt, wurde erneut bestätigt. Allerdings wurde auch festgestellt, dass Menschen, die mindestens viermal wöchentlich eine Portion Paprika aßen, ein um 30 Prozent geringeres Parkinson-Risiko haben.
Der Effekt beschränkt sich jedoch nicht einzig auf die Paprika, sondern wurde bei vielen Nachtschattengewächsen, zu denen auch der Tabak gehört, festgestellt. So scheinen auch Tomaten, Auberginen, Kartoffeln und Tomatensaft eine ähnliche Wirkung zu haben. Die vorbeugende Wirkung gegen Parkinson konnte allerdings nur im Zusammenhang mit Nachtschattengewächsen beobachtet werden, andere Gemüsesorten schienen die Anfälligkeit nicht zu beeinflussen.

Nikotin oder nicht, es wirkt
Es ist noch nicht sicher, ob es tatsächlich das Nikotin ist, welches den Schutz vor Parkinson veranlasst. Zurzeit wird vermutet, dass Nikotin die Hirnzellen schützt, wodurch diese weniger dazu tendieren, abzusterben. Allerdings wird von den Wissenschaftlern der Universität auch in Betracht gezogen, dass es ein nikotin-ähnlicher Stoff sein könnte, der in allen Nachtschattengewächsen enthalten ist und den Effekt hervorruft. Tatsache ist, dass dies die erste Studie war, die den Zusammenhang zwischen Parkinson-Vorbeugung und Gemüse untersucht hat.
Momentan behandelt eine andere Studie die Frage, ob Nikotinpflaster gegen Parkinson helfen könnten.
Ob es nun wirklich das Nikotin ist, oder vielleicht doch ein anderer Stoff, ist noch nicht eindeutig feststellbar. Die positive Wirkung von Paprikas ist jedoch nachgewiesen.

heuschnupfen

Tipps für Heuschnupfen-Geplagte

Wer auf Blütenpollen allergisch reagiert ist nicht zu beneiden.
Die Pollensaison beginnt meist schon im Februar bis März mit Hasel und Erle, erreicht dann ihren Höhepunkt im April bis Mai mit Birke, Pappel, Eiche und Esche. Gräser, Linde und Roggen schließen sich dann von Juni bis August an. Ab August blüht dann das besonders aggressive Traubenkraut (Anbrosia).
Durch das milde Klima der letzten Jahre mit mäßig kalten Wintern kommt es inzwischen vor, dass Allergiker das ganze Jahr über irgend einem Pollenflug ausgesetzt sind und unter Heuschnupfen leiden.
Die häufigsten Symptome sind juckende und tränende Augen, Niesanfälle und triefende Nase, sowie juckender Gaumen und gelegentliche Atembeschwerden. Heutzutage gibt es dagegen zahlreiche rezeptfreie Medikamente (Tabletten, Sprays, Tropfen) aus der Apotheke, die man wahlweise bei Bedarf, prophylaktisch oder dauerhaft einnehmen kann.
Wer unter Heuschnupfen leidet, sollte sich täglich im Internet über die aktuelle Pollenflug-Daten informieren. Sie können dann selbst entscheiden, ob Sie an diesem Tag ihre Medikamente benötigen oder nicht.

Die beste Methode aber ist die Vermeidung und der Schutz vor Blütenpollen bzw. deren Entfernung:

  • Verbringen Sie Ihre Freizeit an warmen, trockenen Tagen mit strahlendem Sonnenschein und leichtem Wind möglichst nicht im Freien. Sollten Sie doch nach draußen müssen, schützen Sie die Augen mit einer gut sitzenden Brille.
  • Wechseln Sie die Kleider, wenn Sie nachhause kommen und länger draußen waren. Waschen Sie gründlich Gesicht und Hände und eventuell auch die Haare, um die Pollen loszuwerden. Auch das Spülen der Nase mit einer Nasendusche kann sinnvoll sein. Lüften oder trocknen Sie ihre Wäsche nicht im Freien – es können sich Pollen festsetzen.
  • Halten Sie die Fenster tagsüber geschlossen. In ländlichen Gebieten ist morgens der Pollenflug am stärksten – in der Stadt dagegen erst abends. Wenn Sie bei geöffnetem Fenster schlafen, sollten Sie diese am frühen Morgen schließen. Spezielle Pollenschutzgitter vor den Fenstern und Lüftungsfilter im Auto können hilfreich sein, sollten aber regelmäßig gereinigt werden.
  • Orientieren Sie sich bei der Urlaubsplanung am Pollenflugkalender und vermeiden Sie die „Hochsaison“ der Blütezeit an ihrem Urlaubsort. Im pollenärmeren Hochgebirge oder am Meer können Heuschnupfler durchatmen!

Heuschnupfen kann sogenannte Kreuzallergien auslösen:

  • Baumpollen-Allergiker reagieren oft auf  Nüsse, Kern- und Steinobst.
  • Gräserpollen-Allergiker dagegen auf Getreide und Hülsenfrüchte.
  • Kräuterpollen-Allergiker reagieren auf Gemüse und Gewürze.

Achten Sie daher darauf, ob bestimmte Lebensmittel einen Juckreiz, ein pelziges Gefühl oder sogar Schwellungen und Atemnot bei Ihnen auslösen. Sie sollten dann während ihrer Heuschnupfenzeit diese Lebensmittel meiden.

allergie_neu

Wenn’s beim Essen juckt!

Kennen Sie das ?
Sie beißen in einen Apfel und in Ihrem Mund beginnt es zu jucken oder zu brennen, der Rachen wird eng und das Atmen fällt schwer? Oder Sie essen etwas und Ihnen wird übel, bekommen Magenkrämpfe, Durchfall, Hautausschlag, Husten oder Atemnot? Dann könnte das eine allergische Reaktion sein!
Herauszufinden, wodurch dies ausgelöst wurde, ist oft schwierig. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie bestimmte Lebensmittel nicht vertragen, sollten Sie einen Allergologen um Rat fragen. Besonders Nahrungsprodukte wie z.B. Hühnereier, Kuhmilch, Soja, Erdnüsse oder Meeresfrüchte können oft Allergien auslösen. Verdauungsprobleme beim Verzehr von Milch- oder Fruchtzucker können ebenfalls auf eine Unverträglichkeit hinweisen und sollte daher vom Arzt abgeklärt werden. Haut- oder Bluttests verschaffen Klarheit, ob man an einer Allergie leidet.

Kreuzallergie und Blütenpollen
Wenn Sie im Frühjahr bestimmte Lebensmittel nicht mehr vertragen, könnte es sich um eine pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie handeln – eine sogenannte Kreuzallergie!
Allergiker, die z.B. auf Baum- oder Kräuterpollen reagieren, entwickeln vielleicht auch eine Allergie auf bestimmte Obst- oder Gemüsesorten, Nüsse und Gewürze. „Ca. 5 % der Deutschen leiden an einer Kreuzallergie, die auf eine Pollenallergie zurückzuführen ist „ sagt der Deutsche Allergie- und Asthmabund .
Bei Birkenpollenallergikern sind sogar 50 bis 90 Prozent der Patienten von einer Kreuzallergie betroffen.

Baumpollen
Wer gegen Birken-, Hasel- oder Erlenpollen allergisch ist, kann bei einer Kreuzallergie reagieren auf:
Obst:
rohes Kern- und Steinobst (Apfel, Pfirsich, Nektarine, Kirsche, Pflaume, Aprikose, Birne), Kiwi
Gemüse:
Sellerie, (rohe) Karotten, rohe Tomaten, rohe Kartoffeln, Soja-Produkte
Nüsse:
Hasel-, Walnuss, Erdbeere
Gewürze: Anis, Koriander, Kümmel
Kräuterpollen
Beifußpollen
vertragen sich schlecht mit:
Obst: Kiwi, Melone
Gemüse: Sellerie
Gewürze/Kräuter: Anis, Curry, Kümmel, Koriander, Petersilie, Kamille, Chilipfeffer, Beifuß
Ambrosiapollen können Kreuzallergen sein zu:
Obst: Melone, Banane
Gemüse: Gurke, Zucchini, grüner Salat(Quelle: Katja Decher)

Abhilfe bei Kreuzallergie können meist die üblichen Medikamente gegen Allergie schaffen.
Auch eine Hyposensibilisierung kann in Erwägung gezogen werden.  Dabei sollte man aber immer bedenken, dass u.U. die Möglichkeit besteht, sich im Gegenzug eine andere Allergie einzuhandeln.
Man kann auch versuchen Lebensmittel, auf die man  allergisch reagiert, vor dem Verzehr abzukochen. Manche Allergene lassen sich durch Hitze zerstören, sodass z.B. Obst oder Gemüse, auf das man im rohen Zustand allergisch reagiert, nach dem Abkochen gut verträglich ist.

Am besten ist es aber, die bekannten Lebensmittel, auf die man allergisch reagiert, zu vermeiden oder durch alternative Produkte zu ersetzen.

„Pille danach“ bleibt rezeptpflichtig !

Die „Pille danach“ wird in Deutschland auch weiterhin nicht ohne Rezept erhältlich sein.

Ein entsprechender Antrag von SPD und Linke im Bundestag, die „Pille danach“ künftig ohne Rezept in der Apotheke kaufen zu können, wurde mit den Stimmen der schwarz-gelben Koalition abgelehnt.
Begründet wurde die Entscheidung damit, dass Apotheker bei der Abgabe des Medikamentes keine adäquate Beratung leisten könnten.

Weder die Argumente der SPD, dass „die Pille danach in 78 Ländern rezeptfrei sei und man dort nie von gesundheitlichen Beeinträchtigungen gehört habe“, noch der Einwand der Linken, dass ihr Antrag den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) folge, konnten die Koalition überzeugen.

Dass Apotheker bei der Abgabe der „Pille danach“ nicht ausreichend beraten könnten, ist zumindest eine gewagte These.
Erfahrungsgemäß erfolgt die Abgabe dieses Notfall-Medikaments gegen Rezept sehr oft im Rahmen des Nacht- und Wochenenddienstes, da es möglichst schnell eingenommen werden muss. Gerade in dieser Situation wird von den Apotheken die Beratung aktiv angeboten und erbracht, da die Patientinnen durch die ärztlichen Notdienste oft ungenügend informiert wurden.

Auch künftig werden also betroffene Patientinnen den nächtlichen Spießrutenlauf bei Notdiensten oder Kliniken über sich ergehen lassen müssen, um das Präparat möglichst schnell zu erhalten.
Damit besteht die große Gefahr, dass Frauen etwa aus Scham oder Angst vor dem „ertappt-worden-sein“ von der Möglichkeit einer nachträglichen Verhütung keinen Gebrauch machen. Die Zukunft junger Menschen könnte dadurch sogar gefährdet sein.

Letztlich bleibt festzuhalten, dass den betroffenen Frauen ein Stück Selbstbestimmung vorenthalten wird und das, obwohl der „Pille danach“, aufgrund zahlreicher Erkenntnisse und Empfehlungen sowohl aus medizinischer als auch aus moralischer Sicht Unbedenklichkeit bescheinigt wird.

Zecken auf Eis gelegt?

Nach einem langen und harten Winter freuen sich alle auf die anstehenden warmen Sommermonate um sich endlich wieder an der frischen Luft und in der freien Natur aufzuhalten. Und wie jedes Jahr werden die Zecken ein ständiger Wegbegleiter sein, da sie sich immer weiter verbreiten, besonders in Süddeutschland.

Gute Nachricht für Mensch und Tier!
Gerade recht kommen daher die guten Nachrichten einer Arbeitsgruppe um Ralf Lauterbach vom Institut für Experimentelle Ökologie der Universität Ulm. Diese erwartet nämlich, dass die Zecken-Population in diesem Sommer nach dem strengen Winter 2012 / 2013 geringer ausfallen könnte als üblich.
Im Erhebungszeitraum 2008 bis 2010 haben die Wissenschaftler auf der Schwäbischen Alb Zecken-Jungtiere nach dem Larvenstadium im Zeitraum von Juni bis April eingesammelt und gezählt. Beim Vergleich mit den entsprechenden Durchschnittstemperaturen in diesen Wintermonaten konnte gesehen werden, dass nach einem milden Winter die Verbreitung der Zecken anstieg, während sie nach kalten Wintern stark zurück ging.
Nach dem Verlauf des zurückliegende langen und kalten Winters 2013  wären die Untersuchungsergebnisse also eine gute Nachricht für den kommenden Sommer.

Mensch und Tier sind trotzdem gefährdet!
Aber auch wenn in 2013 weniger Zecken zu erwarten sind, sollte man auf die üblichen Vorkehrungen und Kontrollen nicht verzichten.
Wer sich aus beruflichen Gründen oder z.B. als passionierter Wanderer häufig in Wald und Flur aufhält, sollte trotzdem über eine Impfung gegen die von Zecken häufig übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) nachdenken. Für andere könnte es in diesem Sommer ausreichen sich mit langen Hosen und Ärmeln zu schützen.
Denken Sie auch daran Haustiere, wie Hund oder Katze vor Zecken zu schützen. Praktische Halsbänder oder Lösungen, die auf den Tiernacken aufgetragen werden, erhalten Sie in Ihrer Apotheke vor Ort oder in Online-Apotheken.

Gezerre um die „Pille danach“

Was ist die „Pille danach“?
Die „Pille danach“ ist ein Hormon-Präparat zur postkoitalen Empfängnisverhütung. Das Arzneimittel kann nach einem Geschlechtsverkehr ohne Schwangerschaftsverhütung (z.B. geplatzte Kondome oder Vergewaltigung) eine ungewollte Schwangerschaft verhindern.
Das Medikament mit dem Wirkstoff Levonorgestrel wirkt am zuverlässigsten, wenn es innerhalb von 3 Stunden (maximal 12 Stunden) nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen wird.
Es ist deutlich festzuhalten, dass die „Pille danach“ keine Abtreibungspille ist!

Weltweit ist die „Pille danach“ in 79 Staaten rezeptfrei in Apotheken erhältlich – darunter in 28 europäische Staaten.

In der USA kann seit kurzem die „Pille danach“ sogar in der Freiwahl angeboten werden. Auch Supermärkte und Drugstores mit angeschlossener Apotheke dürfen das Medikament verkaufen. Und das sogar, wenn der Medikamentenschalter geschlossen ist. Ab 15 Jahren darf das Produkt in der USA abgegeben werden – künftig eventuell sogar ohne Altersbeschränkung. In Deutschland ist die „Pille danach“ dagegen nur in Apotheken gegen Vorlage eines Rezeptes erhältlich.

Um dies zu ändern, wurden von SPD und Linke entsprechende Anträge im Bundestag eingereicht. Diverse Gremien beraten momentan darüber, ob das Medikament künftig auch in Deutschland rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sein soll oder nicht.

Die Antragsteller verweisen dabei auf die guten, langjährigen Erfahrungen und die wissenschaftliche Erkenntnisse aus anderen Ländern. Auch gebe es keine moralisch-ethischen Bedenken, da das Präparat keinen Schwangerschaftsabbruch bewirken kann.
Ebenso befürworten Frauengesundheitsorganisationen den rezeptfreien Kauf der Pille danach. Frauen erhielten dadurch ein wichtiges Instrument zur sexuellen Selbstbestimmung.

Auch der notwendige schnelle Zugang zu dem Notfallkontrazeptivum sei nicht gewährleistet, wenn erst ein Rezept besorgt werden müsse. Denn die sicherste Wirkung hat das Mittel, wenn es spätestens 3 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Arztpraxen sind abends und nachts aber geschlossen und in den Kliniken gibt es zu lange Wartezeiten.

Der Deutsche Pharmazeutinnen Verband (dpv) sieht ebenfalls „weder medizinisch-pharmazeutisch fachliche noch ethisch-moralische Gründe für den Verbleib der „Pille danach“ in der Verschreibungspflicht“. Auch er hält die flächendeckende Versorgung durch Apotheken im Nacht- und Notdienst für die schnellere und sichere Versorgung der Patientinnen. Durch die Verpflichtung zur vertraulichen Beratung in den Apotheken sei die Anonymität der Frauen stets gewährleistet. Auch verweist der Verband auf die langjährige Erfahrung der Apotheken im Nacht- und Notdienst jede Art von Arzneimitteln den Patienten ausreichend erklären zu können. Dies sei schon heute bei der Abgabe der „Pille danach“ auf Rezept gängige Praxis.

Einzig die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ist gegen eine Abgabe er „Pille danach“ ohne Rezept und warnt vor mangelhafter Beratung durch die Apotheker. Auch sei es im Falle einer Vergewaltigung wichtig, die Beweise zu sichern und deine psychologische Beratung sicherzustellen.
Zusätzlich sieht die KBV Mehrkosten auf die Patientinnen zukommen, weil durch den rezeptfreien Erwerb des Arzneimittels kein Anlass mehr bestehe die Kosten zu erstatten.

Fazit:
Zahlreiche und gesicherte Erkenntnisse bei der Anwendung des Notfallkontrazeptivums belegen die Sicherheit und Wirksamkeit des Präparates. Aus medizinischer Sicht bestehen daher keine Bedenken die Rezeptpflicht aufzuheben.

Auch aus moralisch-ethischer Sicht sollte es keine Bedenken geben, da eine Abtreibung mit diesem Medikament nicht möglich ist. Es dient einzig der „nachträglichen“ Verhütung und erfüllt damit die selbe Indikation wie die „normale Pille“, die vorbeugend eingenommen wird.

Die Vermutung, dass durch die Aufhebung der Rezeptpflicht für die Verhütungspille eine essentielle Veränderung des Sexualverhaltens eintreten könne, konnte in keinem Land beobachtet werden. Auch sonst waren keinerlei Hinweise für einen Missbrauch des Arzneimittels erkennbar.

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Gesetzgeber entscheiden wird.
Letztlich sollte das Wohl der Frauen im Vordergrund stehen, die sich, durch welche Umstände auch immer, der Gefahr einer Schwangerschaft ausgesetzt sehen.
Sie haben das Recht auf Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Auch die schnellstmögliche Verfügbarkeit des Medikamentes und die Vermeidung eventueller Diskriminierung muss für sie in jeden Fall gewährleistet sein.
Das ist nur möglich, wenn die „Pille danach“ künftig auch in den deutschen Apotheken rezeptfrei erhältlich ist.

Willkommen beim Blog von versandApo.de

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

willkommen auf dem Blog von versandApo.de rund um die Themen Gesundheit, Apotheke, Medizin und E-Commerce. Sie fragen sich bestimmt, was diese Themen mit einander zu tun haben? Ganz einfach – es ist unser tägliches Geschäft, aber auch Themen, die jeden von uns täglich direkt oder indirekt betreffen und beschäftigen.

Online-Apotheken erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit, sehen sich aber gleichzeitig einem wachsenden Druck durch fragwürdige Anbieter von Plagiaten im Internet ausgesetzt. Diese Anbieter haben recht wenig mit einer seriösen und in Deutschland zugelassenen Versandapotheke zu tun, sorgen aber dafür, dass Kunden auch skeptisch gegenüber zertifizierten Versandapotheken sind.

Daher werden wir Sie künftig neben Neuigkeiten aus den Themengebieten Apotheke und Medizin auch über Trends im Gesundheitswesen informieren, oder Denkanstöße und Statistiken für den E-Commerce liefern. Gerne diskutieren wir mit Ihnen aktuelle Themen aus diesen Bereichen und freuen uns über Ihre Meinungen.

Ihr Dr. Achim Kaul
und das Team der VersandApo.de