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Wie entsteht Nagelpilz – und was hilft dagegen?

Nagelpilz (Nagelmykose oder Onychomykose) ist eine übertragbare Pilzerkrankung der Fuß- und Fingernägel und gehört zu den häufigsten Erkrankungen, die für eine Deformation und Verfärbung der menschlichen Nägel verantwortlich ist. Zehennägel werden viermal häufiger von Nagelpilz heimgesucht als Fingernägel.

Ursachen: Wie entsteht Nagelpilz

Nagelpilz entsteht oft als Folgeerkrankung eines nicht ausgeheilten Hautpilzes. Verantwortlich ist eine Pilzinfektion (Dermatophytose) durch Hefe- oder Fadenpilze, deren Sporen durch kleinste Verletzungen und Risse in der Haut eindringen und sich beschwerdefrei einnisten. Der Pilz liebt ein feucht-warmes Klima, deshalb sind Fußnägel besonders häufig betroffen. Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus und Immundefekte begünstigen die Ausbreitung der Nagelmykose. Die Erkrankung entsteht unabhängig vom Alter und kommt in allen Arbeits- und Lebensbereichen vor. Die Erreger lauern in Schwimmbädern, Saunen oder Umkleidekabinen und werden durch Schmierinfektion übertragen.

Etwa 70 Prozent aller Menschen macht einmal im Leben Bekanntschaft mit dem hartnäckigen Nagelpilz. Ältere Personen ab 65 Jahre sind besonders anfällig, weil die Zellregeneration mit zunehmendem Alter abnimmt und sich somit auch die Beschaffenheit der Nägel und des umliegenden Gewebes verändert. Ein geschwächtes Immunsystem, zu enge Schuhe und eine nachlässige Körperhygiene begünstigen das Eindringen der Erreger und die Ausbreitung. Eine Nagelmykose ist keine schwerwiegende Erkrankung, aber eine schwer zu behandelnde. Jüngeren Patienten möchten vor allem wegen der optischen Beeinträchtigung den Nagelpilz zügig mit geeigneten Medikamenten bekämpfen.

Nagelpilz entsteht: Die Symptome

Häufige Entzündungen der Zehen, eingewachsene Nägel, eingerissene Haut und Fußschweiß sind Warnsignale und Nährboden für Fußpilz, der umgehend behandelt werden muss. Dieser Hautpilz ist noch recht einfach in den Griff zu bekommen. Haben sich die Pilzsporen erst einmal unter dem Nagel eingenistet, dann breitet sich der Pilz sehr langsam aus und ist nur noch sehr mühsam zu beseitigen. Nagelpilzbefall wird in zwei unterschiedliche Typen klassifiziert: subunguale Infektion (von unten) und superficiale Infektion (von oben). Gelangen die Erreger unter der Nagelplatte in das Nagelgewebe, dann entstehen bräunliche Verfärbungen. Dringen die Erreger von oben in die Nagelplatte ein, dann werden eher helle Verfärbungen sichtbar.

Erste Anzeichen für einen Nagelpilzbefall sind ein oder mehrere glanzlose Nägel mit gelblichen Verfärbungen am Nagelrand. Unterhalb des Nagels weicht die Haut auf, oft entsteht eine dickliche Masse, die eine Vielzahl Sporen enthält. Im fortgeschrittenen Stadium verdickt sich die Nagelplatte und wird brüchig. Der Nagel selbst kann regelrecht zerbröseln. Unbehandelt breitet sich der Nagelpilz aus und befällt weitere, noch gesunde Fuß- oder Fingernägel. Schlussendlich, bei einer kompletten Durchwucherung und Zerstörung des Nagelbettes fällt der Nagel aus. Die Erkrankung selbst ist anfangs beschwerdefrei, kann jedoch zu schmerzhaften Komplikationen führen.

Behandlung und Vorbeugung

Damit Nagelpilz gar nicht erst entsteht, können Sie vorbeugen. Nutzen Sie Badeschuhe in öffentlichen Einrichtungen, verwenden Sie immer ein eigenes Handtuch und laufen Sie auch zu Hause im Nassbereich möglichst nicht barfuß. Vor allem, wenn bereits ein Familienmitglied an Fuß- oder Nagelpilz erkrankt ist. Hauptregel für die Vermeidung einer Pilzerkrankung: Trockenheit! Trocknen Sie sich nach dem Duschen oder Baden gründlich ab, vor allem in den Zehenzwischenräumen. Nutzen Sie hierfür ruhig einen Föhn. Vermeiden Sie feuchte Socken und zu enge Schuhe. Dennoch kann es passieren. Eine regelmäßige Fußpflege zeigt erste Anzeichen von Nagelpilz. Spülungen mit Essigwasser werden in der Naturheilkunde gegen eine weitere Ausbreitung empfohlen.

Im Anfangsstadium lässt sich die Nagelpilzinfektion einzelner Nägel noch recht gut lokal behandeln. Hierfür kommen antimykotische Salben und Nagellacke zur Anwendung, die Sie in jeder Apotheke rezeptfrei kaufen können. Rechnen Sie mit einer mehrwöchigen Anwendungsdauer. Bei einem besonders schweren, hartnäckigen Befall ist eine zusätzliche Medikation mit oralen Antimykotika vielversprechend, die jedoch vom Arzt verschrieben werden müssen. Auch eine Lasertherapie ist möglich. Scheuen Sie sich nicht, bei einem Befall mit Nagelpilz die Hilfe eines Spezialisten aufzusuchen. Ihr Hausarzt wird Sie an einen geeigneten Dermatologen überweisen.

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Welche Salbe hilft gegen Muskelschmerzen?

Wer eine Salbe gegen Muskelschmerzen sucht, kann aus einer recht großen Anzahl von Präparaten wählen. In Kategorien aufgeteilt, enthalten entsprechende Salben entweder einen Wirkstoff auf pflanzlicher Basis oder einen synthetischen Schmerzhemmer. Die Wirkung einer dritten Gruppe beruht auf einem physikalischen Effekt, regelmäßig einer Erwärmung der Schmerzstelle, die durch eine gesteigerte Durchblutung erzeugt wird. Auch kühlende Präparate fallen in diese Kategorie. Gern werden wärmende und kühlende Effekte auch mit schmerzstillenden Substanzen kombiniert.

Übliche pflanzliche Wirkstoffe

Beinwell
Beinwellextrakt ist ein Wirkstoff auf Pflanzenbasis, der in Salben gegen Muskelschmerzen zur Anwendung kommt. Besonders die Wurzel dieser bereits seit 2000 Jahren gegen Muskel- und Gelenkschmerzen eingesetzten Pflanze enthält entsprechende schmerzlindernde Bestandteile und wird daher gegen Muskelschmerzen empfohlen. In Salben werden auch weitere Teile der Pflanzen verarbeitet. Beinwellextrakt enthält Allantoin, Gerbstoffe, verschiedene Vitamine und Alkaloide. Typische Präparate sind etwa Traumaplant und Kytta Salbe.

Arnika
In der Naturheilkunde wird auch Arnika als Grundlage für eine Salbe gegen Muskelschmerzen empfohlen. Man nennt die Pflanze mit der gelblichen Blüte auch Bergwohlverleih. Arnika Extrakt wird aus einer Fülle von weiteren Bestandeilen gebildet, unter anderem Flavonoide, Helenalin- bzw. Dihydrohelenalinester und Öl sowie auch Thymol. Besonders die Helenalin- bzw. Dihydrohelenalinester werden für entsprechende entzündungshemmende Effekte der Präparate verantwortlich gemacht. Ein typisches Präparat ist die Kneipp Arnika Salbe.

“Pferdesalbe” mit Arnika, Kampfer, Rosmarin und Menthol
Die ursprünglich für die beanspruchten Gelenke von Hochleistungsrennpferden entwickelte Mischung verschiedener Pflanzenextrakte in einer Salbe wird besonders bei Muskelschmerzen empfohlen, die auf eine Verspannung zurückgehen.

Capsaicin / Cayenne-Pfeffer
sorgt für eine starke Erwärmung und Reiz des betroffenen Gewebes.
Finalgon ist hier eine übliche Handelsmarke.

Synthetische Wirkstoffe

Diclofenac
Der Wirkstoff ist eine Arzneisubstanz aus der Gruppe der sogenannten COX-Hemmer und wird den sognannten NSAR zugerechnet. NSAR sind nichtsteroidale Antirheumatika, enthalten also kein Kortison. COX oder Cyclooxygenasen sind Enzyme, die im Körper am Entzündungs- und damit in der Folge auch am Schmerzgeschehen beteiligt sind. Diclufenac bildet auch die Grundlage entsprechender oraler Schmerzmittel. Voltaren ist eine der Markennamen, unter den Diclofenac Salben vertrieben werden. Es gibt die Diclufenac Präparate auch als Gele.

Ibuprofen
Auch Ibuprofen gehört zu den NSAR und ist ebenfalls ein COX-Hemmer. Ein typisches Präparat ist zum Beispiel Doc Ibuprofen Schmerzgel. Es eignet sich besonders für Muskelschmerzen, die auf entzündlichen Prozessen beruhen.

Salicylsäure
führt über einen Hautreiz zu einer verstärkten Durchblutung. Ein typisches Präparat ist beispielsweise Mobilat Salbe.

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Wann muss man mit Rückenschmerzen zum Arzt?

Fast alle Menschen machen mindestens einmal im Leben Bekanntschaft mit ihnen:
Rückenschmerzen sind ein allgegenwärtiges gesundheitliches Problem. Verschiedene Teile, beziehungsweise Bereiche der Wirbelsäule können von Rückenschmerzen betroffen sein. Es gibt akute und chronische Schmerzzustände. In der Intensität können die Schmerzzustände im Bereich des Rückens sehr stark variieren. Für den medizinischen Laien ist schwer zu entscheiden, wann er mit Rückenschmerzen unbedingt den Arzt aufsuchen sollte, und wann übliche typische Hausmittel als Behandlung ausreichen.

Fälle, die den Check beim (Fach-)Arzt fordern

Eine Reihe von Schmerzerscheinungen lässt den Arztbesuch als empfehlenswert erscheinen:

  1. Gliedmaßen wie Arme und Beine weisen gleichzeitig mit einem Rückenschmerz Taubheitsgefühle auf.
  2. Es kommt zu einer massiven Bewegungseinschränkung, bei der sich der Betroffene nicht mehr selbst aus einer Bewegungsposition lösen kann.
  3. Rückenschmerzen gehen mit Blasen- oder Darmproblemen einher.
  4. Anhaltende, intensive Schmerzen, die rezidivieren, bedürfen ebenfalls der Abklärung durch den Arzt.

Gründe für diese Empfehlungen – Ursachen für Schmerzen im Rückenbereich

Rückenschmerzen gehen auf eine Vielzahl von verschiedenen Ursachen zurück.
So plagen an sich recht harmlose Verspannungen Menschen mit Schmerzen vor allem im Halswirbelbereich. Verschleißerscheinungen sind ebenfalls typisch, genauso wie auch körperliche Überlastungen. Der Rücken wird naturheilkundlich und in traditionellen medizinischen Lehren sehr oft im Zusammenhang mit psychischen Belastungen gesehen.

Der Bandscheibenvorfall
Die Schmerzen können jedoch auch auf einen Bandscheibenvorfall zurückgehen. Unsere Bandscheiben dämpfen Stöße, die beim Gehen und bei der Bewegung allgemein auf die Wirbelsäule gerichtet entstehen. Sie bestehen aus einem gallertartigen Kern, mit Bändern und Gewebe zwischen jeweils zwei Wirbelkörper gespannt ist. Bandscheiben können sich aus ihrer ursprünglichen Position herausbewegen. Drückt in der Folge die vorstehende Bandscheibe auf umliegende Nervenfasern, kommt es zu starken Schmerzzuständen, Taubheitsgefühlen in benachbarten Gliedmaßen und auch Bewegungsunfähigkeit. Häufig verstärken sich die Symptome beim Husten oder Niesen. Sind von der Bandscheibe Nerven im Blasen- und Darmbereich betroffen, liegt eine Komplikation vor, die schnellstmöglich durch einen operativen Eingriff behoben werden muss.

Der chronifizierte Schmerz
Auch immer wiederkehrende Rückenschmerzen bedürfen der Behandlung durch den Arzt. Dieser wird versuchen, eine starke Chronifizierung des Schmerzes über das Schmerzgedächtnis des Organismus und eine folgende Aufschaukelung des Schmerzes zu vermeiden. Hieraus entstehen oft andauernde Schmerzzustände, die bis zur Erwerbsunfähigkeit Betroffener führen können und hohe Dosen an Schmerzmitteln erfordern. Die Nebenwirkungen letzterer begünstigen andere Symptome wie Magenbeschwerden, so dass sich ein Teufelskreis aus Schmerz entwickeln kann.

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Wann muss man mit Hämorrhoiden zum Arzt?

Man spricht nicht gern über sie und wenn, dann verschämt: Hämorrhoiden.
Dabei sind Hämorrhoiden in ihrer gesunden Form einfach arterio-venöse Gefäßpolster im Enddarmbereich und damit normale Bestandteile des menschlichen Organismus. Gesprächsgegenstand werden sie dann, wenn sie vergrößert, beziehungsweise geweitet sind und dem Betroffenen Beschwerden bereiten. Blutungen im Analbereich, Juckreiz, Stuhlschmieren, Nässen sowie Fremdkörpergefühle gelten als typische Symptome für diese lästige Erkrankung, die erhebliche Schweregrade erreichen kann. Betroffene wissen oft nicht recht, wann sie mit ihren Beschwerden einen Arzt aufsuchen sollten, zumal sich die Symptome mit denen anderer ernster Erkrankungen überschneiden können.

Grundsätzliches zu Hämorrhoiden

Sie sind ringförmig unter dem Mastdarm angeordnet und zählen zu einem Organkomplex, der die Kontinenz des Menschen gewährleistet. Sie sind als Knoten strukturiert und führen das arterielle sowie venöse Blut in diesem Bereich. Durch abwechselnden An- und Abfluss des Blutes in diesem Bereich, in dem sie selbst abwechselnd an- und abschwellen, sind die Hämorrhoiden für den Schließmechanismus des Afters mit verantwortlich.

Erkrankungen der Hämorrhoiden – Symptomatische Hämorrhoiden

Die Schwellkörper können sich vergrößern und hervortreten. Wie es dazu kommt, ist noch nicht abschließend geklärt. Da die Beschwerden meist jenseits eines Alters von 35 Jahren auftreten, sieht man darin eine Alterserkrankung. Langes Sitzen, Übergewicht und auch ballaststoffarme Ernährung mit einhergehender Stuhlregulierungsproblematik stehen im Verdacht, das Leiden zu fördern. Bestimmte Sexualpraktiken können die empfindlichen Schwellkörper verletzten. Die Erkrankung ist unbehandelt stark progressiv, also fortschreitend und wird in 4 Stadien aufgeteilt. Im ersten Stadium kommt es zu Blutungen, der zweite ist gekennzeichnet durch Blutungen und einen Vorfall von hämorrhoidalen Schwellkörpern, die sich spontan wieder zurückzuziehen. Im dritten Stadium muss der Vorfall oder Prolaps manuell zurückgedrückt werden, was im vierten Stadium dann nicht mehr möglich ist.

Hämorrhoidalleiden gehören in die Hand des Arztes

Aufgrund des fortschreitenden Charakters des Leidens sollte der Arzt von Beginn an involviert werden. Dies umso mehr als auch andere ernste innere Erkrankungen wie Tumore mit Blut im Stuhl beginnen, so dass dringend eine klare Diagnostik erfolgen muss. Der Arzt kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und weiß auch, wann ein operativer Eingriff notwendig ist. Operative Eingriffe zu Beginn der Symptomatik können meist minimal-invasiv erfolgen. Später handelt es sich um größere Operationen mit der Gefahr von Spät- und Nebenfolgen. Spätestens im Stadium 2 ist ein Besuch beim Arzt unabdingbar und sollte nicht hinausgeschoben werden.

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Warum hat man Sodbrennen in der Schwangerschaft?

Viele Schwangere machen in der Schwangerschaft mit einer lästigen Erscheinung Bekanntschaft: Die Rede ist vom Sodbrennen, jenem dumpfen, brennenden Schmerz unter dem Brustbein. Zuweilen tritt es kombiniert mit saurem Aufstoßen auf oder führt zu einem unangenehmen Brennen im oberen Speiseröhrenbereich bis in den Halsbereich hinein. Selbst Hustenreiz kann darauf zurückgehen. Warum tritt dieses Symptom gerade in der Schwangerschaft verstärkt auf?

Grundsätzliches zum Sodbrennen

Es entsteht, wenn Magensäure aus dem Magen die Speiseröhre hinaufsteigt.
Dies passiert dann, wenn der Schließmuskel zum Magen nicht zuverlässig schließt und die Magensäure auf die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre trifft.

Kleine Verätzungen und Läsionen der Schleimhaut führen zu dem typischen brennenden Schmerz. Hustenreiz entsteht, wenn die Magensäure auch die benachbarten Atemwege reizt.

Die besondere Situation in der Schwangerschaft

Besonders in der 2. Hälfte der Schwangerschaft haben viele Mütter mit Sodbrennen zu kämpfen. Sodbrennen entsteht dabei am Ende von körperlichen und hormonellen Umstellungsvorgängen. Das Hormon Progesteron wird vom Körper der werdenden Mutter in verstärktem Maße produziert, damit sich der Uterusmuskel entspannt.

Diese Entspannung erfasst leider auch andere Schließmuskeln wie den, der den Magen von der Speiseröhre trennt. Das Hormon ist auch dafür verantwortlich, dass sich die normalerweise wellenartigen Kontraktionen im Magen verlangsamen, beziehungsweise fast aufhören. Hinzukommt, dass der wachsende Fötus immer mehr Platz im Bauchraum für sich beansprucht. In bestimmten Stellungen drückt das Baby damit auch auf den Magenbereich der Mutter und presst die Magensäure in die Speiseröhre hoch, weil der Schließmuskel für einen solchen Druck nicht gemacht ist.

Daher leiden die meisten Frauen bis zur Geburt unter dem unangenehmen Symptom.

Welche Salbe hilft gegen Phimose?

Bei der Phimose ist die Vorhaut des männlichen Penis über das Alter von 3 Jahre hinaus verengt und lässt sich nur schwer oder gar nicht über die Eichel zu ziehen. In der Folge können funktionelle und Hygieneprobleme entstehen. Neben einer operativen Beseitigung der Verengung (Beschneidung) zeitigt in leichten Fällen auch die Behandlung mit einer Salbe Erfolge.

Die Phimose – Grundsätzliches

Bis ein kleiner Junge etwa drei Jahre alt ist, bleibt die Vorhaut am Penis verklebt und damit unbeweglich. In einigen Fällen besteht diese Unbeweglichkeit der Vorhaut wegen einer Verengung über dieses Alter hinaus. Der äußere Vorhauting ist dabei zu eng, was angeboren ist. In seltenen Fällen entsteht eine Phimose im fortgeschrittenen Alter durch wiederholte Entzündungen oder Einrisse der Vorhaut. Oft besteht bei dieser sogenannten sekundären Vorhautverengung ein Zusammenhang mit Diabetes Mellitus. Als Symptome der Phimose können auftreten:

  • Probleme beim Wasserlassen
  • Häufige Harnwegsinfektionen
  • Einrisse und Spannung bei einer Erektion
  • Vorhaut- und Eichelentzündungen
  • Ablagerungen (Smegma) auf der Vorhaut aufgrund erschwerter Hygienebedingungen

Salbe bei Vorhautverengung – Erste Wahl ist Kortison

Schwere Fälle mit Vernarbungen und erschwerter Harnentleerung erfordern operative Eingriffe. Leichte Fälle sprechen hingegen oft auf eine Behandlung mit einer Salbe an, die Kortison enthält. Ziel ist es stets, die Vorhaut zu weiten. Bei der Behandlung mit Salben muss daneben nach einer gewissen Zeit des Einreibens mit dem Präparat mit vorsichtigem manuellen Dehnen der Vorhaut begonnen werden. Die Salbenbehandlung hat in leichten Fällen Erfolgsraten bis zu 75 %.
Obwohl die Phimose-Behandlung grundsätzlich in die Hand eines Arztes gehört, gibt es rezeptfreie Salben mit 0,5 prozentigem Kortison-Anteil.

Salben mit weiblichen Hormonen oder dem Hormon Testosteron

Manche Therapeuten empfehlen Salben mit geringen Mengen an Östrogen und verzeichnen damit Behandlungserfolge. Auch die Behandlung mit dem männlichen Hormon Testosteron wird teilweise empfohlen, da es dadurch zu einem relativen Größenwachstum des Penis kommt, was auch die Vorhaut weitet. Diese Salben sind verschreibungspflichtig.

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Wie hilft Nasenspray bei Heuschnupfen?

Allergien sind immer unangenehm und können den Alltag erheblich einschränken. Zu den am weitesten verbreiteten Allergien gehört Heuschnupfen. Um die belastenden Symptome dieser Allergie zu lindern, greifen viele Betroffene zu Selbstmedikation. Dabei werden wegen des auftretenden Schnupfens und der Reizung der Nasenschleimhäute bei Heuschnupfen gerne Nasenspray verwendet. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass Nasenspray nicht gleich Nasenspray ist. Hier gibt es grundsätzliche Unterschiede.

Nasenspray bei Erkältungen

Allgemein kann Nasenspray bei normalem Schnupfen als Resultat einer Erkältung oder Grippe tatsächlich sehr hilfreich sein und wird auch von vielen Ärzten empfohlen. Bei Heuschnupfen handelt es sich allerdings um eine andere Symptomatik, wenngleich sie in Bezug auf den Schnupfen vorerst ähnlich erscheinen mag. Der Vorteil, den viele in der Anwendung von Erkältungs-Nasenspray bei Heuschnupfen sehen, liegt in der akuten Linderung des Schnupfens und einer in der Folge freien Nase. Allerdings sollten man ein Nasenspray, das üblicherweise bei Erkältungen eingesetzt wird, nicht unkritisch bei Heuschupfen einsetzen. Man sollte immer darauf achten, welche Nasensprays zur Symptom-Behandlung gedacht sind und welche als Antiallergikum fungieren.

Das Spray, das die Erkältungssymptome lindern soll, hat seine Wirkung im Abschwellen der Nasenschleimhäute, was zu einer freien Nase führt. Das kann im Falle eines Heuschnupfens kurzzeitig zu einem gewissen Erfolg führen. Die eigentliche Ursache des Heuschnupfens wird allerdings nicht bekämpft. Werden außerdem solche Sprays länger als eine Woche ununterbrochen eingesetzt, verlieren die Schleimhäute kurzzeitig die Fähigkeit, von selbst abzuschwellen, woraus sich die Notwendigkeit entwickelt das Spray immer öfter einzusetzen. Dieser Mechanismus kann bis zur Abhängigkeit führen.

Des Weiteren kann ein langfristiger Einsatz von Nasenspray zu Folgeerkrankungen führen. Es können krankhafte Verkrustungen und eine Schädigung der Nasenscheidewand auftreten.

Nasenspray bei Heuschnupfen

Sinnvoller ist es ein Nasenspray gegen Heuschnupfen einzusetzen, das speziell hierfür entwickelt wurde und eine effektive Behandlung des Heuschnupfens garantiert. Solche Antiallergika haben nicht die Nebenwirkungen, welche Nasensprays zur Behandlung von Erkältungs-Schnupfen besitzen können. Sie besitzen eine völlig andere Wirkmechanismus und lindern die lästigen Heuschnupfen-Syptome schnell und lang anhaltend.

Antihistaminikumhaltige Nasensprays (Inhaltsstoffe Levocabastin oder Azelastin) lindern die Symptome bereits nach 15 bis 20 Minuten und wirken über einen Zeitraum von bis zu 12 Stunden.
Nasensprays mit dem Wirkstoff Cromoglicinsäure wirken am besten, wenn sie bereits ein bis zwei Wochen vor dem Pollenflug angewendet werden. Sie stabilisieren dann die Mastzellen in der Nasenschleimhaut und die allergievermittelnden Botenstoffe können nicht freigesetzt werden.
Sollten Nasensprays aus diesen Substanzklassen keine Wirkung zeigen, kann man auch ein Nasenspray mit dem Inhaltsstoff Beclometason einsetzen. Allerdings können hier bei längerfristiger Anwendung Schäden an der Nasenschleimhaut auftreten.

Grundsätzlich sollten die Sprays daher nur während der Jahreszeit des jeweiligen Pollenflugs eingesetzt werden. Übrigens: Ein geeignetes Nasenspray gegen Heuschnupfen finden Sie hier.

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Hausmittel gegen Magenschmerzen

Magenschmerzen können vielfältige Ursachen haben. Dauern sie länger an, ist eine ärztliche Abklärung zwingend erforderlich. Nur so können ernsthafte Erkrankungen ausgeschlossen werden. Bei Bedarf obliegt es dem Arzt, weitergehende diagnostische und therapeutische Maßnahmen einzuleiten. Sind die Magenschmerzen harmloser Natur, verschwinden sie oftmals innerhalb von wenigen Tagen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Personen, die unter Magenschmerzen leiden, die keine organische Ursache haben, sondern in erster Linie stressbedingt oder auf eine ungesunde Lebensweise zurückzuführen sind.

Kräutertee gegen Magenschmerzen

Es gibt zahlreiche Hausmittel, die dazu geeignet sind, eine schnelle Linderung herbeizuführen. Kräutertees spielen in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle. Dies gilt unabhängig davon, ob sie Koriander, Kamille, Kümmel, Fenchel, Basilikum, Ingwer, Anis, Melisse oder eine Kombination aus verschiedenen Kräutern enthalten. Jede Person hat die Möglichkeit, sich für einen Kräutertee zu entscheiden oder eine Kräutertee-Mischung zusammenzustellen, die ihrem Geschmack am ehesten entspricht. Kräutertees zu medizischen Zwecken sollten Sie nur in Apotheken kaufen.

Wärme und andere Hausmittel gegen Magenschmerzen

In vielen Fällen hat es sich bewährt, eine Wärmflasche oder einen Essigwickel auf den Bauch zu legen. Um einen Essigwickel zu bereiten, genügt es, etwas Essig in eine Schüssel heißes Wasser zu geben und ein Handtuch einzutauchen. Anschließend wird dieses Handtuch auf den Bauch gelegt.

Artischockensaft oder Sanddorn aus der Apotheke sind ebenfalls sehr gut geeignet, um eine kurzfristige Linderung bei Magenschmerzen herbeizuführen.
Heilerde ist seit einiger Zeit in aller Munde. Sie ist ein hervorragendes Hausmittel, um Giftstoffe an sich zu binden.

Ernährung bei Magenschmerzen

Wer unter Magenschmerzen leidet, sollte auf Kaffee, Alkohol oder Süßspeisen verzichten. Außerdem empfiehlt es sich, den Speiseplan kurz-, mittel- oder langfristig umzustellen. Nicht zuletzt ist es ratsam, sich beim Essen Zeit zu lassen und nicht nur im Vorübergehen zu essen und alles in sich hinein zu schlingen.

Bereitet der Magen Probleme, sind Kartoffeln, Nudeln und Brot besonders gut geeignet und sollten auf keinem Speiseplan fehlen. Das Gleiche gilt für Vollwertkost und Obst oder Gemüse. Sind die Beschwerden auf eine Übersäuerung des Magens zurückzuführen, kommt einer ballaststoffreichen und basischen Ernährung eine besondere Bedeutung zu.

Weitere bewährte Hausmittel sind Bitterstoffe, wie sie in Kräutern oder Salaten enthalten sind. Hierbei wäre in erster Linie an Chicorée oder Löwenzahn zu denken. Außerdem kann es sich positiv auswirken, regelmäßig eine Portion Haferflocken zu sich zu nehmen. Haferflocken sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen.

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Ist Hautpilz ansteckend?

Hautpilz ist eine Erkrankung, die häufig vorkommt und langwierig sein kann. Kennzeichnend ist die leichte Rötung der Haut, die von einer Schuppenbildung und einem quälenden Juckreiz begleitet wird. Sofern die Voraussetzungen vorliegen, kann ein Hautpilz ansteckend sein. Er fühlt sich in einem feuchten und warmen Milieu wohl. Seine Erreger finden sich in Schwimmbädern, in Saunen, auf Holzrosten, auf Fußböden und können auch durch Haustiere auf den Menschen übertragen werden.

Wann ist der Hautpilz ansteckend?

Grundsätzlich ist es wichtig zu wissen, dass nicht jede Person, die sich mit den Erregern des Hautpilzes infiziert, auch an einem Hautpilz erkranken muss. Wer an Übergewicht, Diabetes, Durchblutungsstörungen oder unter einem geschwächten Immunsystem leidet, wird viel schneller von einem Hautpilz befallen als eine Person, die grundsätzlich gesund ist. Außerdem können kleinere Verletzungen an der Haut dazu beitragen, dass die Erreger eindringen und die typischen Symptome auslösen. Hautpilze finden sich nicht nur an der Haut, sondern auch an den Haaren oder an den Nägeln. Dies gilt sowohl für die Fußnägel, als auch für die Fingernägel.

Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist schwierig. Es besteht allerdings das Problem, dass der Hautpilz längere Zeit an Handtüchern, auf dem Fußboden oder an Kleidungsstücken überleben kann. Aus diesem Grunde ist es sehr wichtig, in der Sauna oder im Schwimmbad niemals barfuß zu gehen und niemals die Handtücher von anderen Personen mit zu benutzen.

Auch wenn es vielen Personen schwer fällt, sollten sie es dringend vermeiden, an einem Hautpilz zu kratzen. Dadurch werden die Heilungschancen ungünstig beeinflusst und die Erreger können tiefer eindringen oder über die Finger auf andere Körperteile übertragen werden.

Wie wird Hautpilz behandelt?

Ist es bereits zu einer Hautpilzinfektion gekommen, sollte nicht lange gewartet, sondern schnellstmöglich der Arzt aufgesucht werden. Er wird ein geeignetes Mittel verschreiben, um die Erreger schrittweise abtöten zu können. Dies wird am ehesten durch antimykotische Cremes oder Salben erreicht. Darüber hinaus gibt es weitere Maßnahmen, die der betroffene Patient in die Wege leiten kann, damit es zu einer schnelleren Heilung kommt.

Pilze lieben nicht nur ein feuchtes und warmes, sondern auch ein süßes Milieu. Aus diesem Grunde wäre es dringend angeraten, die Ernährung umzustellen und auf Zucker und auf Süßspeisen weitgehend zu verzichten.

Vorbeugend ist es sehr wichtig, den Körper und die Füße komplett abzutrocknen und keine feuchten Stellen zurück zu lassen.

Handtücher, Kleidungsstücke und Wäsche, die bereits mit dem Pilzerreger infiziert sind, sollte bei mindestens 60 Grad ausgewaschen werden. Noch besser ist eine Kochwäsche bei 90 Grad.

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Hustensaft für Kinder

Bei Erkältungskrankheiten gehört neben fiebersenkenden und schmerzstillenden Medikamenten ein guter Hustensaft für Kinder in jede Hausapotheke. Unterschieden werden muss zwischen Hustenlösern (Mukolytika) und Hustenstillern (Antitussiva).

Hustensaft wird von Kindern bereitwillig eingenommen. Aber er muss auch gut schmecken.

Was ist Husten überhaupt?

Husten ist keine Krankheit, sondern ein Symptom bei Erkältungskrankheiten. Durch Reizung der Atemwege in Hals und Rachen werden krampfhafte Atemausstöße hervorgerufen. Dieser Vorgang wird Husten genannt und hilft dem Körper zum Beispiel, aspirierte Fremdkörper (Brotkrümel, Nahrungsbrei) auszustoßen oder Bronchialschleim abzuhusten. Husten kann willkürlich herbeigerufen, also als physischer Vorgang bewusst gesteuert werden, oder er wird unwillkürlich durch den Hustenreiz verursacht. Husten erfüllt zwei wichtige Funktionen:

1.  Beseitigung von Fremdkörpern aus den Atemwegen
2.  Abtransport von Bronchialsschleim (Abhusten)

Hustenlöser erleichtern das Abhusten

Bei einem produktiven Husten muss dem Kind das Abhusten erleichtert werden, indem durch einen geeigneten Hustensaft der zähe, festsitzende Bronchialschleim gelöst wird. Medizinische Hustenlöser oder Schleimlöser heißen Mukolytika. Zusätzlich helfen Lutschpastillen mit antibakteriellen und beruhigenden Eigenschaften gleichzeitig auftretende Halsschmerzen zu lindern. Der Wirkstoff Ambroxolhydrochlorid hat sich bei den medizinischen Hustensäften für Kinder bewährt und kann bedenkenlos eingesetzt werden. Es stehen verschieden Geschmacksrichtungen zur Verfügung.

Hustenstiller unterdrücken den Hustenreiz

Hustenstiller für Kinder werden vor dem Schlafengehen verwendet, wenn ein quälender, trockener, unproduktiver Hustenreiz das Einschlafen und damit einen erholsamen Schlaf verhindert. Sanfte Hustenstiller auf pflanzlicher Basis (Spitzwegerich, Sonnentau oder Isländisch Moos) haben sich hierbei als Hustensaft bewährt. Die Wirkstoffe Kodein und Dextromethorphan (Antitussiva) finden sich in Hustensäften für Kinder, die ab dem 6. Lebensmonat eingesetzt werden können. Hustenstiller sollen prinzipiell nicht ohne ärztliche Rücksprache verwendet werden, da diese Medikamente die natürliche Atmung und die notwendige Reinigung von Lunge und Bronchien beeinflussen.

Hausmittel gegen Husten bei Kindern

Fenchelhonig, Zwiebelsaft und verschiedene Kräutertees helfen Kindern auf natürliche Weise und sind bei einfachen Erkältungen eine gute Alternative zu Hustensäften. Inhalieren befeuchtet die oberen Atemwege und lindert durch pflanzliche Zusätze die gereizte Mund- und Rachenschleimhaut. Ebenfalls sollen Kinder (und Erwachsene) bei Erkältungskrankheiten viel trinken. Wenn sich nach zwei Tagen der Husten nicht gebessert hat, ist der Besuch beim Kinderarzt ratsam, um weitere Maßnahmen abzuklären und eventuell geeignete Medikamente zu verordnen. Damit wird bewährleistet, dass sich ein einfacher Husten nicht zu einer chronischen Bronchitis ausweitet, die wesentlich schwieriger zu behandeln ist.